Es ist Frühling und das wundervolle, zarte Grün der Natur sprießt überall! Habt ihr nicht Lust, es direkt auf eurer Fensterbank oder in eurer Küche zu erleben? Dann solltet ihr genau jetzt mit dem Sprouting oder zu deutsch „Sprossenziehen“ beginnen. In den USA sind „Sprouts“ schon lange in aller Munde und ich bin absolut dafür, es auch in Deutschland zum Clean Eating Trend 2015 werden zu lassen! Gesünder und cleaner geht’s einfach nicht! Ich ziehe die kleinen Wunderwerke schon seit über 2 Jahren regelmäßig in meinen Keimgläsern heran und liebe sie auf meinem Speiseplan. Heute möchte ich auch eure Begeisterung dafür wecken!

Clean Eating Trend 2015 Sprouting

7 Gründe, die für das Sprouting sprechen

  1. Sprouting entspricht aus meiner Sicht Clean Eating hoch 2, denn mehr Natur geht einfach nicht! Selbstangebaute Lebensmittel sind nicht nur geschmacksintensiver, sondern vor allem gesünder als sämtliches gekauftes Gemüse, Obst etc.! Natürlich sind selbstgezogene Sprossen nur eine Ergänzung eures Clanen Speiseplans. Jedoch möchte ich genau diese nicht mehr missen und ich denke, euch wird es ähnlich gehen, wenn ihr erst einmal in den Genuss gekommen seid!
  2. Sprossen sind der perfekte pflanzliche Eiweiß-Lieferant! Insbesondere für Sportler! Laut Studien sind in Sprossen mehr pflanzliche Proteine enthalten als in rohem Gemüse und Früchten. Der Proteinanteil bei den Alfalfasprossen liegt beispielsweise bei guten 20 Prozent, was schon sehr bemerkenswert ist!
  3. Selbstgezogene Sprossen sind pure Vitaminpower! Nicht nur die Menge an lebenswichtigen Vitaminen ist außerordentlich hoch, sondern auch die Vitaminvielfalt! Sprossen enthalten insbesondere viel Vitamin A, C, D, E und K sowie Vitamine der Gruppe B. Außerdem weisen sie Magnesium, Kalium, Folsäure, Eisen, Jod und Zink auf. Den perfekten Vitamincocktail erhalten wir, wenn wir möglichst unterschiedliche Sprossenarten in unseren Speiseplan integrieren – also die Vielfalt leben!
  4. Mit Sprossen wird es absolut nicht langweilig! Die Vielfalt ist quasi unbegrenzt. Aus jedem Samenkorn kann praktisch ein Keim gezogen werden. Ich empfehle euch für eure ersten Sprouting-Experimente jene Samen, die schnell keimen und deren Sprossen natürlich ungiftig sind. Die bekanntesten Lieblinge sind Kresse, Alfalfa, Brokkoli, Mungbohnen, Senf, Amarant, Kürbis- und Sonnenblumenkerne.
  5. Sprossenziehen kann jeder von euch! Egal, ob ihr bereits einen grünen Daumen besitzt oder nicht! Der Pflegeaufwand mit ca. 1-2 Minuten pro Tag ist absolut überschaubar und ihr könnt nicht viel falsch machen. Mir sind meine Sprossen bisher jedes Mal ausgezeichnet gelungen!
  6. Sprouting ist ideal für den kleinen Geldbeutel. Ihr braucht nur geeignete Samen, ein Keimglas, Wasser, Luft und Licht! Außerdem ein paar Tage Geduld! Das war es auch schon! Die Samen ersteht ihr entweder im gut sortierten Super-/Biomarkt oder direkt in der Gärtnerei für wenige Euro je Tütchen.
  7. Und das Beste an den kleinen Wunderwerken ist ihr Geschmack! Sie sind einfach super lecker und verfeinern jedes Gericht. Als Topping für euren gemischten Salat, eure Gemüsepfanne oder euer Gegrilltes. Aber auch ganz einfach mit etwas körnigem Frischkäse auf einer frischen Scheibe Vollkornbrot sind sie ein Gedicht! Mir läuft das Wasser schon beim Schreiben im Mund zusammen! Euch auch?

Sprouting-Salad

Dann legen wir mal los! Wie geht das Sprossenziehen?

Als erstes besorgt ihr euch die gewünschten Samen aus dem Biomarkt, der Gärtnerei oder online wie z.B. von Kiepenkerl. Dann kauft oder bastelt ihr euch ein Keimglas. Meine derzeitige Empfehlung sind diese Gläser, die bereits eine praktische Abtropfschale haben. Aber es gibt auch größere, sehr stylische Keimgläser von Bodum, die ich gerade neu entdeckt habe. Als günstigste Alternative tut es auch ein altes Einmachglas mit einem durchlöcherten Metalldeckel.

Beim Sprouting geht ihr grundsätzlich nach folgendem Ablauf vor:

  • Ihr gebt ca. 2 EL Samen in euer Keimglas und weicht sie für rund 12 Stunden in lauwarmem Wasser (am besten über Nacht) ein.
  • Am nächsten Morgen gießt ihr das Wasser ab und spült die eingeweichten Sprossen durch, so dass sie noch gut feucht sind (kein stehendes Wasser mehr im Glas)
  • Dann stellt ihr euer Keimglas an einen hellen Standort ohne direkte Sonneneinstrahlung.
  • 1-2 Mal pro Tag spült ihr die Sprossen erneut mit lauwarmem Wasser durch und stellt sie zurück an ihren Platz. Dies wiederholt ihr die nächsten 3-7 Tage je nach Sprossenart.
  • Am letzten Tag setzt ihr eure Sprossen für ein paar Stunden dem direkten Sonnenlicht am Fenster aus (bitte nicht draußen), damit die kleinen Blätter Chlorophyll ausbilden und herrlich grün werden.
  • Hinterher könnt ihr eure Sprossen ernten. Jippie! Dazu nehmt ihr die Sprossen aus dem Glas, gebt sie in ein feines Sieb, spült die losen Samenhüllen mit Wasser ab und tupft sie etwas trocken. Fertig!

Sprossen-im-Glas

Nach der Ernte eurer leckeren Sprossen könnt ihr sie entweder sofort essen oder für 1-2 Tage im Kühlschrank in einer Tupperbox aufbewahren. Parallel zieht ihr schon mal neue Sprossen in eurem Keimglas heran….Wenn es euch so geht wie mir, dann werdet ihr das Experimentieren mit den kleinen Wundern im Glas lieben! Jede Sprossenart wächst und schmeckt etwas anders. Es ist super spannend, diese unbändige Vielfalt und Frische zu entdecken!

Also los! Macht das Sprouting mit mir zum Clean Eating Trend 2015! Die kleinen Wunder haben es absolut verdient, in jeder Fensterbank zu wachsen und euren Speiseplan zu bereichern!

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