Kennt ihr das Gefühl, nach einer langen, arbeitsreichen Phase so richtig nach dem Abschaltknopf und einem frischen Geist zu dürsten? Einfach Laptop zuklappen und verreisen? So ging es mir vor unserer Reise in die Alpen. Nach intensiven Monaten voller schöner Herzensprojekte und weniger schöner, aber notwendiger Todos brauchte ich den Tapetenwechsel. Ich wusste bereits, wie gut mir das Skifahren tun würde, wie sehr es meinen Kopf befreit. Willkommene körperliche Aktivität, ohne nachzudenken. Gleichzeitig wollte ich einfach auch mal nur auf ganzer Linie entspannen und für eine Weile nichts tun. In Ruhe und innerem Frieden.

„Alles, was du brauchst, kommt zur rechten Zeit zu dir, “ dachte ich mir, als ich unserem 3-tägigen Aufenthalt im WIESERGUT in Hinterglemm – als Verlängerung unseres Skiurlaubs – entgegensah. Das WIESERGUT in den Alpen wird in vielen Medien hochgelobt. Es soll zu den besten und authentischsten Hotels der Alpenwelt gehören. „Wir nennen es Glück“, erzählen die beiden stolzen Besitzer Martina und Sepp Kröll, die sich mit dem WIESERGUT ihren Traum verwirklicht haben. Das ist natürlich eine Ansage und so machten wir uns auf die Suche nach dem Glück, als wir an unserem ersten skifreien Tag ankamen. Mein erster Eindruck vom WIESERGUT überraschte mich selbst. Normalerweise weckt es in mir keine großen Begeisterungsstürme, wenn ich von minimalisch-schicken Designhotels höre. Doch dieser Ort war anders. Klar-strukturierte, moderne Kubusbauweise, altmodische große Zimmerschlüssel mit Blumen-Ornament, offener Sichtbeton an den Wänden, warmer, gemütlicher Holzfußboden, hochmoderner Kamin in der Eingangshalle, weiche Federbetten auf den Zimmern, futuristisches Badezimmer und traditionelle Filzteppiche für die warmen Füße…die scheinbaren Gegensätze machten mich mehr als neugierig. Die kühle, minimalistische Klarheit vereinte sich mit den liebevollen, warmen Details der Alpenwelt. Das fühlte sich auf unbekannte Weise sehr gut an.

WIESERGUT-Welcome

WIESERGUT-Eingangshalle

WIESERGUT-Gutshof-Suite
WIESERGUT-Cafe
WIESERGUT-Zimmer

Doch am ersten Tag war ich zu aufgedreht, um das Gefühl voll zu genießen. Mein Kopf hatte zwar von der Arbeit abgeschaltet, doch in Gedanken war ich noch beim Skifahren auf den Bergen und musste erst einmal die neuen Eindrücke verarbeiten. Außerdem freute ich mich als Clean Eating Expertin schon auf das Abendessen. Das Essen im WIESERGUT wird überwiegend mit regionalen Produkten und teilweise sogar mit Lebensmitteln aus der eigenen Landwirtschaft zubereitet. Alles Bio! Darüber hinaus hat die Seniorchefin riesige Spaß daran, uns als Gäste mit ihren frisch gebackenen Broten, ihrem eingelegten Käse und ihren Kräutermischungen zu erfreuen. Viele der cleanen Abendgerichte waren zwar laut Karte nicht vegetarisch, aber auch auf individuelle Wünsche wurde sehr freundlich und mit viel Kreativität reagiert. Wer gern Fleisch – insbesondere Rindersteak – isst, wird hier vermutlich das beste und zarteste Weidesteak seines Lebens genießen – so versicherte mir mein Freund. Mein absoluter Clean Eating Himmel war jedoch das Frühstück im WIESERGUT. Kein Frühstücksbuffet, sondern alles nach Wunsch frisch auf den Tisch: Säfte, Smoothies, Obst, selbstgemachtes Müsli, Fruchtmus, Wurst, Alpenkäse, Gemüsesticks, frischer Kräuterquark, Grießbrei und vieles mehr. Wir haben uns selten so viel Zeit und Ausgiebigkeit für unser Frühstück gegönnt!

WIESERGUT-Frühstück
WIESERGUT-Snack
WIESERGUT-Clean-Eating

Generell ist das so ein Ding mit der Zeit im WIESERGUT! Bei mir bliebt sie nach einem Tag gefühlt stehen. Ein durchgetakteter Mensch würde jetzt sagen: „Naja, ihr habt ja auch nicht viel gemacht! Schlafen, essen, spazieren gehen, lesen, träumen, schwimmen und saunieren…“ Richtig, aber wenn du wüsstest, lieber Stressmaker, was in meinem Inneren passiert ist… Am ersten Tag irritierte mich das minimalistische Leben und Design noch etwas. Es war einfach ungewohnt für mich. Am zweiten Tag dachte ich schon: „Wie herrlich klar, leicht und wohlig es hier ist“. Und am letzten Tag schmiedete ich schon Pläne, wie ich unser Zuhause klarer und liebevoller einrichten könnte und wie sehr wir manches gar nicht brauchen. Ich habe mich nicht nur entspannt und total bei mir selbst gefühlt. Ich habe auch ganz deutlich gespürt, was aktuell absolut in mein Leben gehört und was derzeit nicht dazu passt. Ich bekam das starke Bedürfnis, einmal gründlich aufzuräumen. Klarheit zu schaffen. Wirklich nach meinem Grundsatz zu leben: „Behalte, was dir gut tut (und was DU BIST) und lass los, was dir nicht (mehr) gut tut.“ Es kribbelte in mir beim Gedanken, mein Leben noch stärker danach auszurichten. Nicht nur im Großen wie im Beruflichen, sondern auch im ganz Kleinen – Bücher, Kleidung, Schuhe oder Deko!

WIESERGUT-Ich-Zeit

WIESERGUT-Schwimmen
WIESERGUT-Sauna
WIESERGUT-Ausblick

Und so kritzelte ich mit kindlicher Freude Notizen in mein kleines Büchlein, während ich aus dem warmen, heimeligen Ruheraum der Sauna auf die Schnee- und Eisbedeckte Skipiste des Zwölferkogels schaute und meinen Detox-Tee genoss. Und auch die sanfte Massage mit dem himmlisch duftenden Öl hinterher kitzelte noch einmal all meine Kreativität.

Natürlich freute ich mich am letzten Tag auch auf das Nachhausekommen, doch ich wollte genauso gern dieses besondere WIESERGUT-Gefühl mitnehmen. Sie nennen es Glück. Ich nenne es nach den 3 Tagen Auszeit eine ungekannte Klarheit und eine wohlige Herzlichkeit, die mich nachhaltig berührt haben. Im Außen wie im Inneren.

Vielen Dank an die Familie Kröll für die herzliche Einladung und diesen wunderbaren Aufenthalt!

Fotoquelle: Bild 1 Günter Standl

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