Bevor ich mit meinen klassischen Reiseposts von Kalifornien und Co. weitermache, möchte ich heute mal über das Essensangebot auf unserer Reise berichten. Und zwar insbesondere über das gesunde Essen.

Wie schon geschrieben habe ich mich nicht zu 100% clean auf unserem Roadtrip ernährt. Aber ich kann euch sagen: Es wäre in Kalifornien absolut möglich gewesen! Das Angebot an guten, natürlichen Lebensmitteln ist in Kalifornien gigantisch. Insbesondere in der Küstenregion und in den größeren Städten hatte ich als weitgehend clean essender Vegetarier überhaupt keine Probleme meine Mahlzeiten zu finden! Ganz im Gegenteil: Manchmal kam ich mir sogar vor wie im Paradies!

Das Paradies Nr. 1 auf unserer Reise hieß „Whole Foods“. Ich liebe diesen Laden! Es handelt sich dabei um einen riesengroßen Bio-Supermarkt, in dem man fast alles in puncto „Gesund leben“ kaufen kann.
Whole Foods hat wirklich alles, was man sich als Clean Eater wünscht: tausende Obst- und Gemüsesorten, Müslis, Nüsse, selbstzubereitete Nussbutter, Smoothies, Kokoswässerchen, Bio-Joghurts in allen Varianten, Nahrungsergänzungsmittel, Heilkräuter, Tees, Naturkosmetik, eine riesige Frischtheke, eine Salatbar und und und. Wir waren fast jeden zweiten Tag dort und ich habe trotzdem nicht alles gesehen. In Deutschland gibt es keinen vergleichbaren Bio-Supermarkt. Und wenn doch, dann sagt mir bitte, bitte wo! Da muss ich hin. :-)

Ich habe versucht, ein paar Impressionen für euch von Whole Foods per Foto einzufangen. Aber wenn ihr noch nicht dort wart, müsst ihr es euch selbst anschauen. Ihr werdet begeistert sein!

Bei Whole Foods waren wir also ganz oft, da insbesondere die Frischtheke und Salatbar prima für Reisende sind. Morgens gab es dort leckere Frühstückssachen wie z.B. Omelett, Porridge, Oatmeal, Obstsalat, Frühstücksburritos und noch vieles mehr. Wir konnte einfach alles in kleine Pappgefäße tun und unser Essen nach eigenem Gusto zusammenstellen. Später wurde dann nach Gewicht bezahlt.

Auch zum Mittag hat Whole Foods ein erstklassiges Buffet aufgefahren, von dem man nehmen konnte, was man wollte. Jeden Tag war ein anderes kulinarisches Thema an der Reihe, an das die meisten Gerichte und Beilagen angelehnt waren. Gleichzeitig wurden noch ganz frische Gerichte wie Pizza mit Vollkornteig,  Sobanudeln mit gebratenem Gemüse oder vegetarisches Sushi angeboten. Wir haben uns meist etwas eingepackt und draußen gegessen. Doch auch zum Snacken für die langen Fahrten gab es leckere gesunde Alternativen: Obsthäppchen, Vollkornmüsliriegel, Fruchtriegel, Mix aus Nüssen und getrocknetem Obst, Smoothies oder auch belegte Sandwiches. Es ist also nicht besonders schwer vorstellbar, dass wir uns bei Whole Foods super gesund ernähren konnten.

Wenn wir mal nicht bei Whole Foods eingekauft oder gegessen haben, dann haben wir uns einige andere tolle Restaurants als kulinarische Highlights auf unserer Reise ausgesucht.

Meine TOP 3 waren:

1.) Das Café 21 im Gaslamp Quarter von San Diego

Dort habe ich ein „Vegetarian Pot Pie“ nach Azerbaijanischer Art mit Bohnen, Pilzen, Spinat und Möhrchen gegessen. Dazu habe ich einen frisch gepressten Granatapfelsaft getrunken. Mjam! Der Nachtisch dort war zwar nicht clean, aber sowas von frisch zubereitet! Hammer! :-)

2.) Das vegetarische Restaurant „Greens“ in San Francisco

Dabei handelt es sich um ein gehobenes Restaurant mit einer wunderbaren vegetarischen Küche. Dies war das einzige Lokal, welches ich mir bereits in Deutschland als Essenswunsch ausgeguckt hatte.
Ich habe dort ein recht scharfes, indisches Gericht mit Brokkoli und einem Granatapfel-Chutney ausgesucht. Und dazu einen Jasmin-Tee aus einer wunderschönen Teekanne getrunken. So lecker!

3.) Das Benihana in San Diego

Das Benihana ist eine Restaurantkette, welche es in vielen Ort gibt. Es ist ein japanisches Restaurant, wo das Essen vor den Augen der Gäste direkt am Tisch zubereitet wird. Der Koch liefert dabei eine richtige Show ab. Im Benihana habe ich mir ein Tofu-Gericht mit einer süßlich-scharfen Sauce und viel Gemüse zubereiten lassen. Auch super lecker!

Doch auch die meisten anderen Restaurants, wo wir gegessen haben, waren in Bezug auf gesunde Essensalternativen eine echte Überraschung für mich. 

Ein leckerer Veggie-Burger mit ganz viel gegrilltem Gemüse und einem Portobello-Pilz als Fleischersatz dazu ein Teller Salat als Beilage- das gab es z.B. im Hardrock Café.

Bei unserem Lieblingscafé der gesamten Reise – unserem Starbucks des Vertrauens – hatte ich ab und zu ein ganz frisches, warmes Ciabattabrötchen belegt mit Tomaten, Mozzarella und Walnuss-Basilikum-Pesto.

Außerdem gab es in jedem Restaurant, wo wir waren, immer eine recht leckere Salatauswahl, auch mit ungewöhnlichen Zutaten wie Blue Cheese, Nüssen oder frischen Beeren. So habe ich meist einmal am Tag auf jeden Fall einen Salat (für den Rohkostanteil) gegessen. ;-)

Jetzt wisst ihr ganz sicher, was ich meine, wenn ich von „Paradies“ spreche. Es muss also definitiv kein fettiges Fast Food sein, wenn man es nicht möchte. Die Alternativen gibt es (fast) überall. Kalifornien hat mich in dieser Hinsicht absolut überzeugt. Wenn ich genug Platz im Koffer gehabt hätte, dann wäre ein Whole Foods Markt auf jeden Fall mit nach Hause geflogen. ;-)