Ich praktiziere mittlerweile seit über 10 Jahren Yoga. Mit meiner Yogaerfahrung ist natürlich auch meine Mattenerfahrung um einiges reicher geworden. Dabei habe ich eines gelernt: Matte ist nicht gleich Matte. Beim Yoga auf Reisen achte ich auf andere Qualitätskriterien als beim Yoga in meinen eigenen vier Wänden. Heute rolle ich meine neuen und alt bewährten, liebsten Yogamatten für euch aus und gebe Tipps, worauf ihr beim Yogamattenkauf achten solltet.

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Welche ist die beste Yogamatte? Worauf soll ich beim Kauf einer Yogamatte achten?

Diese Fragen bekomme ich super häufig von euch gestellt. Die Antwort ist: „Es kommt darauf an, wie und wo ihr Yoga macht.“ Beim Hot Yoga habe ich einfach andere Bedürfnisse als auf einer Weltreise oder in meinem Zuhause, wo meine Matte ausgerollt liegen bleiben darf. Doch es gibt natürlich ein paar Kriterien, an denen ihr euch beim Kauf orientieren könnt. Ich habe sie mal nach meiner persönlichen Wichtigkeit geordnet, damit ihr eine Orientierung für die besten Yogamatten habt:

  1. Rutschfestigkeit: Sie ist für mich das A und O bei einer Matte! Wenn ihr auf einer Matte ständig rutscht, dann macht selbst die beste Yoga Class keinen Spaß!
  2. Material: Das Material ist für mich fast ebenso wichtig. Niemand möchte dauerhaft auf einer Plastikbahn aus PVC oder ähnlichem üben. Meine Empfehlung ist ganz klar Naturkautschuk, am besten in nachhaltiger Produktion und „Fairtrade“.
  3. Geruch: Der Geruch spielt bei mir eine große Rolle, da ich eine empfindliche Nase habe. Meine Erfahrung ist Naturkautschuk riecht zunächst genauso unangenehm wie PVC, aber beim Naturkautschuk hilft lüften super!
  4. Dicke: Je nachdem was ihr machen wollt, ist die Dicke einer Matte entscheidend. 3 bis 5 mm sind Standard. 1,5 bis 2 mm sind für Reisen super. 6 mm und mehr sind für besonders Rückenempfindliche Yogis gut oder eben für eine Yogamatte, die nur zuhause genutzt werden soll.
  5. Gewicht: Das Gewicht hängt natürlich von der Mattendicke ab. Je mehr ihr sie mobil nutzen wollt, desto leichter sollte sie sein.
  6. Farbe: Für mich spielt auch die Farbe der Matte eine Rolle. Ich verbringe viel Zeit darauf und da darf mich die Farbe gern in meiner entspannten Stimmung unterstützen. Ein tolles Sonnengelb, ein leuchtendes Türkis, ein kräftiges Pink oder eben Naturfarben durchzogen mit Jutefasern. Die Auswahl ist auch hier unerschöpflich!
  7. Reinigung: Fast jede Yogamatte lässt sich auch mit einem milden Reiniger oder einem speziellen Yogamatten-Spray reinigen. Aber es gibt auch Matten aus Naturfasern, bei denen es nicht geht. Vorsicht hierbei! In die Waschmaschine solltet ihr eure Matte nicht geben. Dies hat bei mir nie gut funktioniert…ich habe aber auch schon von einigen Schülern positive Rückmeldungen zum Waschen in der Waschmaschine erhalten.

Dazu gibt es noch zwei weitere Kriterien: Empfehlungen und Ausprobieren. Auf die meisten meiner Yogamatten bin ich durch persönliche Empfehlungen oder direkt in der Yoga Class aufmerksam geworden. Fragt ruhig nach, welche Matten eure Mit-Yogis nehmen, testet sie mal mit ein paar Asanas an oder lest weiter meine Yogamatten-Tipps. :-)

Die besten Yogamatten für zuhause

Eine Yogamatte in meinen eigenen vier Wänden sollte vor allem sehr rutschfest sein, Wohlfühlcharakter haben und nicht riechen. Ich habe in dieser Kategorie drei Favoriten, von denen zwei meist ausgerollt im meinem Arbeitszimmer und in meinem Schlafzimmer liegen bleiben.

  • Die Manduka PROLite: Die Manduka gehört weiterhin zu meinen Favoriten. Ich habe seit Kurzem eine neue in der wunderschönen Farbe Seaglas und sie ist der Wahnsinn. Gerade beim Üben im Sommer fühle ich mich jedes Mal, als wenn ich in eine Meereslagune einsteige. Die Farbe ist so schön und erst mit dieser Matte ist mir die Bedeutung von Farben so richtig bewusst geworden. Die Manduka ist super rutschfest, recht dick mit 4,5 mm, aber leicht und riecht kaum.
  • Die Jade Harmony Professional: In puncto Rutschfestigkeit liegt diese Matte an erster Stelle. Ich habe auf noch keiner besseren Matte Yoga praktiziert. Daher ist sie besonders in warmen Räumen, im Sommer und natürlich für Yogis mit schwitzigen Händen zu empfehlen. Auch in Bezug auf den ökologischen Aspekt kann die Jade Harmony punkten. Obwohl ich sie erst kurze Zeit habe, gehört sie schon zu meinen liebsten Yogamatten. Preislich liegt sie definitiv am oberen Ende, aber für ambitionierte Yogis eine super Investition!
  • Die Yogamatte „Naturkautschuk“ von Yogabox: Seit mehr als 2 Jahren gehört sie in mein Repertoire und ich habe ihren Kauf niemals bereut. Sie ist eine völlig andere Matte als die anderen, da sie aus Naturkautschuk durchzogen mit Jutefasern besteht. Sie ist dadurch gut rutschfest, angenehm warm und sehr „yogilike“. Gleichermaßen ist es die einzige Matte, die ich wirklich ohne Bedenken auch mit einem Yogamatten-liebenden-Kater ausgerollt liegen lassen kann, ohne dass Emil seine Krallen darin vergräbt. Er liebt diese warme Matte genauso wie ich. Für den Transport ist es allerdings nicht gut geeignet.

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Die beste Yogamatte für den Yogakurs

Die meisten meiner Schüler bringen ihre Matten in die Yoga Class mit. Ebenso mache ich es, wenn ich in den Kurs oder auf Fortbildungen gehe. Eine Matte möchte ich euch hier von Herzen empfehlen. Die MANDUKA eKOLite, welche mich meine gesamte Yoga Ausbildung begleitet hat und auch jetzt noch nicht ihren Geist aufgegeben hat. Sie ist sehr leicht, aber mit 3 mm ausreichend dick für Schulterstand und Co. und sehr rutschfest. Wer es etwas dicker mag, ist mit der Jade Harmony oder der PROLite von Manduka gut bedient, die ich eben schon vorgestellt habe.

Die besten Yogamatten für Reisen

Die Yogamatte für die Reise muss möglichst dünn und leicht sein. Rutschfestigkeit versteht sich von selbst. Hier kommt immer wieder eine Matte in mein Gepäck, die Travel Mat von Yogistar. Sie war schon auf Hawaii, Bali, Mallorca, am Gardasee und an diversen Seminarorten dabei. Schwups ab in den Koffer oder direkt an den Rucksack geschnallt – los geht’s! Ein weiterer Pluspunkt ist ihre leichte Reinigung. Eine tolle Alternative gibt es auch von MANDUKA. Die eKO SuperLite Travel Mat habe ich kürzlich bei einer anderen Yogini getestet und fand sie ebenfalls sehr griffig! MANDUKA eben.

Die besten Yogamatten für die Hitze

Für Outdoor-Yoga im Sommer und Bikram bzw. Hot Yoga Classes finde ich „The Mat“ von Lululemon am besten. Ich habe bei ihr das Gefühl, dass sie in der Wärme noch rutschfester wird als bei normalen Temperaturen. Auch schwitzige Hände machen ihr nichts aus. Wenn es heiß wird, ist die „Mat“ einfach super! Auch lässt sie sich fantastisch abwischen, da sie im Vergleich zu anderen Matten eine sehr glatte Oberfläche besitzt. Bei direkter Sonneneinstrahlung wird aber auch ihre Oberfläche recht warm.

Die besten Yogamatten für Herzmenschen und Individualisten

Eine der letzten Yogamatten, die ich in meinem Zuhause aufnahm, war die persönliche EAT TRAIN LOVE Yogamatte von Herzteil. Heike, die Inhaberin dieses wunderbaren Onlineshops, designed Yogamatten und andere schöne Dinge selbst und hat mit ihrer Idee ein kleinen, aber feinen Trend für persönliche Yogamatten gesetzt. Die Matten sind nicht ganz so rutschfest, wie von mir als fortgeschrittener Yogi wünsche, aber wenn ich beim herabschauenden Hund auf meinen EAT TRAIN LOVE Schriftzug schaue, kann ich darüber schon einmal hinwegsehen….einfach für’s Herz!

Herzteil-Yogamatte

Vielleicht habt ihr selbst schon die ein oder andere Mattenerfahrung gesammelt. Oder ihr seid gerade auf der Suche, welches die besten Yogamatten sind…?! Ich bin jedenfalls gespannt auf eure Meinungen und Tipps zu der Frage, die alle Yogis beschäftigt: „Welche ist eigentlich die beste Yogamatte?“

Falls ihr in diesem Zuge noch ein Kurzanleitung für eure persönliche Yogapraxis sucht, dann möchte ich euch meinen Einstieg ins Vinyasa Power Yoga ans Herz legen. Viel Spaß damit!

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