Am Montagabend war ich bei einem Seminar ganz nach meinem Geschmack: Detox-Smoothies – Die sanfte Art, den Körper zu entgiften. Eine Freundin hatte mich darauf aufmerksam gemacht und so haben wir uns zu zweit in das Smoothie-Abenteuer gestürzt. Ich habe schon eine ganze Menge Erfahrung mit Green Smoothies und Detox gesammelt. Dennoch konnte auch ich von dem Abend neues Wissen mitnehmen bzw. mir einige Fakten noch einmal ganz bewusst machen. Meine besten Tipps und Lieblingsrezepte des Abends gebe ich gern an euch weiter.

Jeder Grüne Smoothie ist im Prinzip ein Detox-Smoothie

Ich habe mich beim Titel des Seminars zunächst gefragt, was denn wohl der Unterschied zwischen Grünen Smoothies und Detox-Smoothies sein soll. Hinterher habe ich festgestellt, dass es eigentlich keinen gibt. In den meisten Green Smoothie Rezepten sind so viele entgiftende, leberunterstützende und darmreinigende Nahrungsmittel enthalten, dass wir uns gar keine großen Gedanken um zusätzliche entgiftende Zutaten machen müssen. Äpfel, Grapefruits, Kirschen, Spinat, Ingwer, Rucola, Chicoree, Brennessel, Grünkohl, Sprossen, Leinsamen und viele mehr sind wunderbare Nahrungsmittel für unseren Körper zur inneren Reinigung.

Green Smoothies sind keine Getränke, sondern eine Mahlzeit

Die Frage bekomme ich häufig von euch gestellt und ich bin froh, dass unsere Seminarleiterin darauf eingegangen ist. „Wie? Du trinkst nur einen Grünen Smoothies zum Frühstück? Wirst du davon satt?“. Meine Antwort ist ganz einfach ein Ja. Wenn ich ca. 0,5 Liter Grünen Smoothie am Morgen trinke, bin ich pappsatt. Denn darin sind ja immerhin eine Banane, ein Apfel, vier Aprikosen, zwei Hände voll Spinat oder ähnliches enthalten. Green Smoothies sind demnach eine Mahlzeit und kein Getränk. Natürlich könnt ihr auch zum Frühstück ein kleines Glas trinken und dazu noch ein belegtes Vollkornbrot essen, aber ihr könnt euch am Morgen auch mal komplett von einem großen grünen Monster ernähren. Das gibt wahnsinnig viel Energie für den Tag!

Es geht auch ohne Exotik – schaut, was die heimische Natur bietet!

In dieser Hinsicht hat das Seminar meinen Blick mal wieder zurück in die heimische Natur gelenkt. Natürlich sind Spirulina, Chlorella, Acaipulver etc. fantastische Superfood-Ergänzungen für eure Detox-Smoothies, aber in eurer nahen Umgebung werdet ihr mit ähnlichen tollen Schätzen belohnt. Petersilie ist reich an Vitaminen und regt sämtliche Ausscheidungsorgane an. Sellerie wirkt durch seine Bitterstoffe anregend für unsere Verdauungsorgane und ist damit hervorragend zur inneren Reinigung geeignet. Und Äpfel binden mit Hilfe ihres Pektins Giftstoff im Darm, verbessern die Blutfettwerte und unterstützen damit den Cholesterinabbau. Daher habe ich mir für die nächsten Detox-Smoothies vorgenommen, mal wieder stärker unsere heimischen Früchte, Blattsalate und Gemüsearten zu verwenden.

Grünabfall gehört in den Mixer!

Hiermit habe ich schon zwei, drei Mal Erfahrungen gesammelt. Die Blätter von Möhren, Roter Beete, Radieschen und Kohlrabi könnt ihr prima als Blattgrün in den Mixer geben. Einfach abwaschen und ab in den Mixer! Diese Blätter geben manchen Smoothies geschmacklich einen völlig neuen Dreh. Neu war mir, dass sie sogar einen höheren Gehalt an Vitalstoffen haben als die Rüben oder Knollen selbst. Kleiner Tipp: Manchmal könnt ihr die Blätter sogar kostenlos im Biomarkt mitnehmen, da viele andere Kunden sie lieber gleich beim Kauf entsorgen.

Grüne Smoothies brauchen gesunde Fette

Dieser Aspekt ist mir bisher völlig entgangen. Auch ein guter Esslöffel Öl gehört zu jedem Grünen Smoothie dazu. Der Grund ist ganz einfach: Manche Vitamine sind ausschließlich fettlöslich und können mit einer kleinen Gabe Öl viel besser aufgenommen werden. Beim Seminar haben wir mit verschiedenen Ölen (Olivenöl, Rapsöl, Leinöl) experimentiert und auch heute Morgen ist gleich mal ein Esslöffel meines heißgeliebten Mandelöls mit in den Grünen Smoothie gewandert….mjam!

Green Smoothies eher nicht am Abend!

Eine Sache über Grüne Smoothies habe ich nach dem Seminar erfahren (müssen), die ich schon geahnt habe. Grüne Smoothies bekommen mir am Abend nicht so gut, denn der aufgeblähte Bauch lässt wenig später grüßen… Morgens trinke ich die grünen Monster schon lange und habe nie Schwierigkeiten damit. Probiert aus, was euch besser bekommt!

Meine beiden Lieblingsrezepte für Detox-Smoothies aus dem Seminar

  • Der Rote: Das erste Rezept liefert einen wunderbar roten Smoothie und ist auch für Einsteiger super geeignet: 1 Bund Petersilie, 3 Tassen Sauerkirschen, 3 Birnen und 1 EL Mandelmus gehören in diesen leckeren Kirsch-Smoothie. Die Kombination von Kirschen und Mandelmus ist super! Doch auch die Petersilie ist rauszuschmecken.
  • Der Würzige: Rezept Nummer 2 ist mehr für Fortgeschrittene geeignet. Der Grüne Smoothie schmeckt sehr grün, aber vor allem würzig. Ich fand es eine tolle Abwechslung und hätte ihn mir sogar als warme Suppe vorstellen können. In diesem Smoothie sind 6 Kohlrabi-Blätter, 1 Handvoll Karottengrün, 1 Schüssel Brennesselblätter (20g), 1 Stange Sellerie, 3 Birnen, 1 Banane, Saft von 1 Zitrone, 1 EL eingeweichte Leinsamen sowie 1 kleines Stück Kurkuma enthalten. Beide Rezepte ergeben ca. 1 Liter Smoothie.

Für mich war das Seminar insgesamt eine schöne Bestätigung, dass Smoothies einfach auf meinem täglichen Speiseplan gehören. Ob grün oder rot, ob Detox oder nicht! Selbstgemachte (Green) Smoothies machen einfach Spaß und wirken sich in vielerlei Hinsicht positiv auf unseren Körper und unser Wohlbefinden aus.

Wenn ihr gerade erst mit Grünen Smoothies begonnen habt oder gern damit beginnen wollt, dann schaut euch unbedingt meine Tipps für Einsteiger an und  schaut euch mein Tutorial-Video an.

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