Ich freue mich sehr, dass ich heute wieder auf EAT TRAIN LOVE aus dem turbulenten Leben als Familienmama schreiben darf. Wie ihr bereits wisst, lege ich selbst sehr viel Wert auf Clean Eating. Die große Herausforderung ist, das Wissen um die gute und gesunde Ernährung im Familienalltag tatsächlich auch umzusetzen und unsere Kinder Schritt für Schritt an natürliche, ausgewogene Nahrung zu gewöhnen. Daher erzähle ich euch heute einiges über Clean Eating mit Kindern und den Erfahrungen, die ich persönlich mache.

Seitdem unsere Kinder auf der Welt sind (unser Sohn ist 5,5 Jahre und unsere Tochter 4 Jahre alt) ist der Stellenwert der Ernährung für uns noch weiter gestiegen. Nun haben die zwei natürlich ihren eigenen Kopf, und sie essen nicht immer das, was wir für sie vorbereitet haben. Das führt manchmal dazu, dass ich ihnen, nachdem schon alles fertig gekocht ist, spontan etwas Neues koche, und womöglich noch in zwei Varianten, weil unser Sohn und unsere Tochter teilweise unterschiedliche Vorlieben haben. Mir ist einfach wichtig, dass die Kinder das Essen genießen, und ich will dabei auf ihre Bedürfnisse eingehen. Gleichzeitig soll es so gesund wie möglich sein.

Unter der Woche bekommen die Kinder das Mittagessen im Kindergarten, so dass neben dem Frühstück der Nachmittagssnack und das Abendessen bei uns verbleiben. Brezeln oder Brot gibt es für die Kinder nur ab und zu zum Abendessen, weil wir Gluten insgesamt nicht für gut erachten. Und glutenfreies Brot, welches den Kindern schmeckt, haben wir weder in gekaufter noch in selbst gebackener Variante für uns gefunden. Wenn ihr Tipps habt, freue ich mich sehr!

Eines der Lieblingsgerichte der Kinder sind Nudeln und da variiere ich mit den Sorten wie beispielsweise Hirsenudeln (von Naturkorn Mühle), Linsen-, oder Kichererbsennudeln (von Holo). Die schmecken schon ein wenig anders als Weizen- oder Dinkelnudeln, so dass die Kinder jedenfalls Tomatensoße dazu brauchen. Natürlich ebenfalls so natürlich wie möglich bzw. selbst gekocht.

Obst essen unsere Kinder glücklicherweise sehr gerne, wobei am liebsten getrennt, das heißt, nicht als Obstsalat, sondern wirklich die Apfel-, Mango- oder Ananasstücke einzeln. Diese Vorliebe habe ich insgesamt bei vielen Rezepten festgestellt: Kinder mögen es simpel, es müssen nicht unendlich viele Zutaten in den Gerichten sein.

Bei Gemüse schaut es schon ganz anders aus. Da essen sie sehr ausgewählt Kartoffeln, Möhren, Gurken, Mais und mal Kürbis und Pilze. Grünes Gemüse, welches ich selber täglich esse, mögen sie leider gar nicht. Ich will sie auch nicht dazu zwingen, jedoch gibt es bei uns die Absprache, dass sie es immer mal wieder probieren sollen. Wir sagen ihnen, dass sich der Geschmack ändern kann. Zudem erzählen wir ihnen, welche guten Auswirkungen gesundes Essen haben kann: zum Beispiel dass sie schneller und länger rennen können (was insbesondere unseren 5-Jährigen sehr interessiert) und sie im UNO-Spielen besser sein werden. :-) Außerdem essen mein Mann und ich natürlich selber gesund, was aus meiner Sicht das Wichtigste bei der ganzen Erziehung ist: als Vorbild zu fungieren. Und es funktioniert! Unsere Beiden fragen mittlerweile schon häufig von selbst, ob das Essen gesund ist und ob sie davon stärker werden.

Eine Mahlzeit, die ich den Kids häufig koche, ist ein Porridge aus Quinoa- oder Buchweizenflocken, Kokosöl, Datteln und Zimt. Dieses ist ebenfalls rasch zubereitet. Süße, warme Gerichte tun Kindern insgesamt gut, denn sie sind noch im Wachstum und brauchen laut der Chinesischen Ernährungslehre Speisen, die ihr Qi stärken.

Manchmal gelingen mir auch Smoothies, die unseren Kindern schmecken, da sie das Blattgrün nicht direkt herausschmecken. Diese Grünen Smoothies bestehen aus viel Obst, einigen Salat- oder Spinatblättern, Hanfpulver und Zimt. Ich probiere also weiter alles Mögliche aus, um unsere Kinder so gesund wie möglich zu ernähren, und ich bin mir sicher, dass es langfristig Erfolg haben wird.

Natürlich lieben unsere Kinder – wie wohl alle – gekaufte Schokolade, Kekse und Gummibärchen. Es wurmt mich dann schon, wenn sie explizit nach diesen Süßigkeiten verlangen und meine selbstgemachten Kekse oder Muffins ablehnen. Sie bekommen also auch ab und zu die gekauften Süßigkeiten, jedoch nur nach dem Mittag- oder Abendessen oder wenn sie vorher etwas Gesundes gegessen haben. Bevor sie die gekauften Süßigkeiten bekommen, biete ich ihnen gesündere Varianten an. Im Sommer reicht häufig schon unser selbst gemachtes Eis und sie vergessen völlig, nach Gummibärchen und Co. zu fragen. Jetzt im Herbst mache ich den Kindern als Nachmittagssnack sehr gern den Vanille- oder Schokopudding von Alnatura oder Rapunzel. Der ist zwar nicht ganz im Sinne von Clean Eating, jedoch geht er sehr schnell, und ich bereite ihn ohne Zucker nur mit Hirsemilch, die  per se schon sehr süß ist, sowie mit ein paar Löffeln eingeweichten Chiasamen, Vanille- und Zimtpulver und ggf. noch etwas Ahornsirup zu. Kuhmilch konsumieren wir nur sehr selten, denn wir haben das Gefühl, dass sie uns nicht gut tut.

Insgesamt essen wir als Familie viel Gemüse, Obst, glutenfreie Produkte wie Quinoa, Buchweizen, Amaranth, Hirse, Kartoffeln, Reise, Fisch, Eier, Fleisch, Hülsenfrüchte, Ziegen- und Schafsmilchprodukte und alternative Milchprodukte aus Nüssen oder Hirse. Ja, all diese Produkte, die bestenfalls auch noch „Bio“ sind, kosten deutlich mehr als die Produkte von Aldi oder REWE. Aber das ist es uns wert. Wir sind der festen Überzeugung, damit wirklich in unsere Gesundheit und die unserer Kinder zu investieren.

Zusätzlich nehmen die Kinder täglich Vitamin D zu sich, was insbesondere jetzt in der dunklen Jahreszeit wichtig ist. Auch trinken sie „LaVita“ (ein guter Tipp unserer Heilpraktikerin), um den Vitaminbedarf zu decken – gerade weil sie nicht so viel abwechslungsreiches Gemüse essen und zudem der Nährstoffgehalt des gekauften Gemüses im Winter fraglich ist.

Als berufstätige Mutter kann und will ich nicht jeden Tag – neben dem sowieso schon herzurichtenden Abendessen –  auch noch backen und regelmäßig lange in der Küche stehen, so dass wir immer einen guten Vorrat an gesunden Snacks wie Cashewkernen, Walnüssen, Rosinen, Datteln sowie Mandel- und Cashewmus haben. All das lieben die Kinder glücklicherweise sehr. Und wenn wir unterwegs sind, habe ich wirklich immer was dabei. Doch selbst bei einem noch so kurzen Ausflug hat sich gezeigt, dass dieser sehr viel entspannter abläuft, wenn ich gleich bei der ersten Nachfrage einen Alnatura Fruchtriegel auspacken kann, der in jede Jackentasche passt. Sehr gerne nehme ich auch Bananen, Äpfel- oder Möhrensticks mit.

Aus unseren Einkäufen und Vorräten kreieren wir aber auch zuhause immer wieder Nachspeisen und Snacks, die schnell zubereitet werden können und der ganzen Familie schmecken. Hier sind einige Inspirationen für euch:

  1. Selbst gemachte Schokoladencreme mit Mandelmus, Carob- oder Kakaopulver, Zimt, Meersalz und ggf. Ahornsirup: einfach alles zusammen rühren und pur schlemmen.
  2. Selbst gemachtes Eis: Tiefkühlobst (sehr lecker sind Himbeeren), 1 Banane, 1-2 Eiweiß, eingeweichte Chiasamen, Zimt und Vanillepulver im Thermomix mixen.
  3. Gekochten Quinoa und Datteln mit Zimt und ggf. Ahornsirup.
  4. Selbst gemachte Milch nach Louise L. Hay: 1 Tasse Walnüsse, Cashewkerne, Sonnenblumenkerne, Mandeln, etc. über Nacht in 2 Tassen Wasser mit 1 bis 3 Datteln einweichen, am nächsten Tag mixen und im Smoothie, Müsli oder Tee genießen.
  5. Selbst gemachter Popcornmais mit Kokosöl im Topf rösten und anschließend mit Meersalz oder Xylit bestreuen.
  6. Nachtischidee von Kristin: Bananenstückchen (oder Apfelspalten) mit Mandelmus und ggf. Kokosflocken garnieren.

Neue Inspirationen bekomme ich durch verschieden Quellen wie natürlich von EAT TRAIN LOVE, von unserer Heilpraktikerin in Hofheim/Taunus und aus fantastischen Büchern von Louise L. Hay, insbesondere „Ernährung für Körper und Seele“ mit ganz praktischen Tipps und leckeren Rezepten. Louise L. Hay hat übrigens auch schöne Bücher für Kinder geschrieben, wie beispielsweise „Ich bin, was ich denke“ mit Affirmationen für Kinder oder das Buch „Lulu und die kleine Ameise, Eine Botschaft der Liebe“. Eine Inspirationsquelle für Kindergerichte ist für mich der Blog „Carrots for Claire“ (auch ein Tipp von Kristin). Und im Moment probiere ich viele Rezepte aus dem tollen Buch „Deliciously Ella“ von der gleichnamigen Blogschreiberin Ella Woodward aus.

Wir sind als Familie sehr experimentierfreudig in der Küche, aber auch in anderen Lebensbereichen. Denn Kinder wollen einfach dabei sein dürfen, wenn wir Eltern kochen, Rasen mähen, die Wäsche auflegen,… Sie wollen mitmachen, helfen, etwas Neues lernen und mit in die Verantwortung genommen werden. So bin ich jedes Mal erstaunt, wenn mein Mann die Kinder ums Aufräumen bittet, sie meist gleich bereitwillig mitmachen und wir uns hinterher alle gemeinsam über das schöne Ergebnis freuen. Unsere Kinder sind natürlich noch recht klein und wir Eltern sind für sie nach wie vor die Größten, was wir sehr genießen. Sie schauen so sehr auf das, was wir machen – sie wollen mitmachen und ahmen uns nach. Daher ist jetzt auch die Chance am größten, ihnen etwas so Gutes wie Clean Eating mit auf ihren Lebensweg zu geben, damit ihnen später diese Art der Ernährung als völlig normal erscheint.

Herzlichen Dank für diesen tollen Beitrag und die Einblicke in deine Familienküche zuhause. Ich hoffe, ihr lest in Lucias Worten genau wie ich, dass Clean Eating mit Kindern zwar immer wieder eine große Herausforderung ist, aber eine die sich definitiv lohnt. Ich finde es klasse, wie Lucia sie tagtäglich meistert!

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