Was darf ich von 2013 erwarten? Mit der Frage im Kopf bin ich gestern zum Vortrag von Robert Betz in meiner Heimatstadt gegangen. Ich habe mich riesig darauf gefreut, weil mir seine CD-Vorträge gerade in der letzten Zeit absolut die Augen geöffnet haben.

Doch fangen wir von vorn an: Wer ist eigentlich Robert Betz?
Robert Betz ist in Deutschland einer der wenigen berühmten Life Coaches, der mit Themen wie „Wie werde ich glücklich“, „Frau/ Mann sein“ oder „Sei nicht gut, sei wahrhaftig“ die Massen begeistert. Sein Motto ist „Dem Leben eine neue Richtung geben“. Dies versucht er seinen Zuhörern in seiner Arbeit zu vermitteln, was man Stück für Stück in seinen Vorträgen, Meditationen, auf Facebook oder eben live erleben kann. Ziemlich erfolgreich wie ich finde! Denn über 60.000 Facebook-Fans und gefüllte Vortragssäle sind in Deutschland für jemanden in seiner Branche leider immer noch eine Seltenheit.

Bei seinem Vortrag gestern ging es darum, was wir vom neuen Jahr erwarten dürfen. Die Antwort ist ganz einfach: Grundsätzlich natürlich nur das, was wir selbst daraus machen. Das war für mich die Kernbotschaft des Abends.
Betz hat uns aufgefordert, zunächst eine Bestandsaufnahme zu machen. Zu sehen, was da ist. Dies gelingt am besten durch eine kleine Meditation, die man auch prima zuhause nachmachen kann: 15 Minuten Zeit für sich nehmen, Augen schließen und in sich hineinspüren, was da aus unserem Inneren hochkommt. Und ganz wichtig: Alles erst mal nur annehmen, nicht bewerten! Beim Vortrag haben wir das gleich mal geübt und alle gemeinsam die Augen geschlossen. Wer jetzt denkt: „So ein Guru-Spirit-Quatsch ist nichts für mich“, der wird sich vielleicht wundern. In der Stadthalle saßen ganz normale Leute wie du und ich. Frauen, Männer, im Alter von 20 bis 70 Jahre, Paare, Freundinnen, Familien. Bunt gemischt. Betz-Vorträge sind für jeden geeignet.

Nach der Bestandsaufnahme hat er viel über die üblichen Ergebnisse dieser Innenanalyse erzählt und wie wir damit umgehen können. Ärger in der Familie, verkrachte Freundschaften, Langeweile in der Partnerschaft, Lustlosigkeit im Beruf, Allerwelts-Krankheiten und so vieles mehr. Ich denke, jeder konnte sich zu einem großen Teil in diesen Beschreibungen wiederfinden.
Doch Betz spricht nicht mit erhobenem Zeigefinger zu uns, sondern in amüsanter Art und Weise. Er ist absolut menschlich und eben einer von uns. Genau das macht ihn aus meiner Sicht so sympathisch! Dennoch glaube ich auch nicht an alles, was er uns erzählt. Aber das muss man ja auch gar nicht. Wichtig ist, dass man Impulse für sein eigenes Leben bekommt. Und die gab es.

Für mich sind besonders zwei Schlüsselerkenntnisse aus dem gestrigen Live-Vortrag von Robert Betz relevant:

Zum einen hat Betz über die allgemeine Moral des „Sich-ständigen-Beschwerens und Meckerns“ gesprochen. Dabei hat er das Publikum aufgefordert, sich mal die Bedeutung des Wortes „Sich beschweren“ genau anzuschauen. Es heißt eben „beschweren“ und nicht „erleichtern“. Wenn wir uns beschweren, dann machen wir es damit nicht leichter für uns. Wir BESCHWEREN uns selbst, denn wir werden eine ärgerliche Situation oder einen nervenden Menschen dadurch nicht ändern. Wir treten auf der Stelle und laden uns immer weiter mit negativen Emotionen und mentalem Ballast auf. Ein leichtes Spiel für Verspannungen, Engegefühle, Rückenschmerzen, Depressionen und einige andere Volkskrankheiten.

Stattdessen sollen wir lieber die Gefühle des Ärgers, der Wut etc. annehmen und Veränderungen aktiv angehen. Wir sollen ehrlich zu uns selbst sein und auch so handeln. Wir müssen nicht gut sein, wir sollen wahrhaftig sein.

In einer anderen Erkenntnis, die ich hatte, ging es um unseren Körper und unser Denken über ihn. Insbesondere wir Frauen kritisieren ständig an unserem Körper herum. Zu fett, zu dicke Beine, zu wenig Oberweite, Winkefleisch, unreine Haut etc. Das ist nichts Neues, aber die Wirkung war mir nicht bewusst. Wenn wir uns ständig selbst kritisieren, dann speichert sich dieses negative Denken buchstäblich in jeder Zelle von uns. Wir können dann irgendwann unseren Körper gar nicht mehr hübsch finden. Selbst wenn wir am Hochzeitstag im wunderschönen Kleid, perfekt gestylt vor dem Spiegel stehen, finden wir noch etwas, das eben nicht perfekt an uns ist. Wir werden IMMER etwas finden! Garantiert! Robert Betz hat zur Verdeutlichung dieser Tatsache eine einfache Übung zum Nachmachen vorgeschlagen: Einfach mal nackt vor den Spiegel stellen, sich 15 Minuten lang ununterbrochen anschauen und nur beobachten, was da für Gedanken aus unserem Inneren hochsteigen. Er behauptet, dass die wenigsten Menschen das schaffen werden und ich denke, er hat Recht.

Die Energien, die wir auf unser Kritisieren verschwenden und damit unserem Körper entziehen, sollten wir lieber anders einsetzen. Wir können lernen, uns und unseren Körper zu lieben oder wenigstens so anzunehmen, wie er ist. Wir können unserem Körper diese Energien zurückgeben und sie für Neues – eben Sinnvolleres – einsetzen.

Insgesamt war der Robert-Betz-Vortrag wirklich ein tolles Erlebnis. Es ist noch mal etwas anderes, ihn auf CDs zu hören oder es mit vielen Leuten live zu erleben.
Besonders froh war ich auch, dass ich ihn in der Pause sogar kurz persönlich kennenlernen konnte und wir ein gemeinsames Foto für meinen Blog gemacht haben. Er stand uns Zuhörern nämlich in der Pause mit Rat und Tat zur Verfügung. Und die Gelegenheit habe ich genutzt! :-)

Robert Betz und ich

Wenn ihr heute zum ersten Mal von ihm gehört habt und neugierig geworden seid, dann kann ich euch zum einen seinen Youtube-Channel und seine Facebook-Seite empfehlen. Dort werdet ihr schon einige interessante Ansätze und Gedanken von ihm finden.

Zum anderen sind meine Favoriten aber natürlich seine CDs. Ich habe mittlerweile schon einige gehört und habe mich beim Live-Vortrag mit neuen CDs eingedeckt. Man kann sie prima zwischendurch, am Abend, in der Badewanne oder wo auch immer hören.

Ich lege euch die folgenden Vorträge und Meditationen sehr ans Herz:

Viel Freude damit und alles Gute für euch und euren Körper! 

Wenn ihr wollt, könnt ihr mir gern ein Feedback geben, wie ihr die CDs findet. Oder kennt ihr Robert Betz schon und habt auch schon andere Vorträge von ihm gehört? Ich bin gespannt. :-)

Kristin Unterschrift-003