Sind gute Vorsätze überhaupt sinnvoll? Wie bleibe ich wirklich an meinen Zielen für das nächste Jahr dran? Warum blieb bei mir in den letzten Jahren irgendwann die Motivation auf der Strecke? Wann sind es die richtigen Ziele? In diesem Post gebe ich euch mit dem Ziele TÜV eine gute Anleitung weiter, wie aus euren guten Vorsätzen richtige Ziele werden.

Zunächst einmal möchte ich euch sagen: Diese Fragen sind ganz normal und absolut verständlich. In unserer Gesellschaft ist es zu einem üblichen Brauch geworden, sich gute Vorsätze vorzunehmen und sie spätestens nach 2 Wochen wieder über den Haufen zu werfen. Man könnte sagen: Es ist fast ein Volkssport geworden! Was ist mit uns los? Warum sind wir nicht in der Lage, am Ball zu bleiben? Zu dieser Frage habe ich einige sehr gute Antworten gefunden, denn es ist ganz wichtig, dass wir unsere guten Vorsätze sprich Ziele einem ernsthaften Check unterziehen. Ich nenne ihn liebevoll den Ziele TÜV. Der Ziele TÜV besteht aus mehreren Fragen und Aspekten, die ihr euch unbedingt zu jedem eurer neuen Vorsätze stellen solltet. Fangt am besten gleich damit an – auch im Rahmen der EAT TRAIN LOVE Challenge ist dieses Tool äußerst wichtig.

Habt ihr die Ziele aufgeschrieben oder sind sie nur in eurem Kopf?

Dies ist Schritt Nr. 1 vom Ziele TÜV. Ziele, die nicht in eine Form gebracht werden, existieren nicht. So einfach ist das! Denn, wenn wir sie nicht einmal zu Papier bringen wollen/ können, dann sind sie es auch nicht wert, dass wir sie verfolgen, oder? Das heißt: Setzt euch bitte als erstes hin und schreibt eure Ziele für das neue Jahr konkret auf.

Wie klar sind die Ziele formuliert?

Ich bin zwar von Haus aus BWLerin, aber ich halte nichts von Zielen nach der SMART-Formel. Bei spezifisch, messbar und attraktiv gehe ich noch voll mit. Aber eure Ziele dürfen ruhig (noch) unrealistisch erscheinen. Denn: Ihr könnt euch nicht vorstellen, zu was ihr in der Lage seid, wenn ihr ein Ziel WIRKLICH erreichen wollt. Christian Bischoff hat mir beigebracht: Wenn du zum Mond willst, musst du nach den Sternen greifen. Euer Ziel darf also ruhig größer sein, als ihr es euch jetzt noch vorstellen könnt. Ihr müsst auch noch nicht wissen, wie ihr dahinkommen werdet. Ihr müsst euch nur 100% sicher sein, dass ihr es wollt. Euer Ziele müssen euer Herz ansprechen und euch regelrecht vom Hocker reißen.

Der Zeithorizont (das Terminliche) ist dabei als Richtgröße zu verstehen. Gerade bei großen Zielen könnt ihr meist noch nicht wissen, wann ihr es erreicht haben werdet. Doch setzt euch einen ersten Zeithorizont für euer Ziel und geht letztendlich flexibel damit um. Nehmen wir ein Beispiel:

„Ich finishe in 2017 glücklich und gesund meinen ersten Marathon.“ 

Vielleicht ist das euer großer Traum. Ihr wollt einen Marathon laufen, aber ihr schafft höchstens 2 Kilometer. Egal! Wenn ihr wirklich Marathonläufer sein wollt, dann nehmt euch dieses große Ziel und setzt euch mit eurem Lauftraining in Bewegung. Holt euch jede Unterstützung, die ihr braucht, und geht Schritt für Schritt voran. Es ist egal, ob ihr tatsächlich in diesem Jahr noch den Marathon laufen werdet….dies ist nur die Zeit…wichtiger ist, dass ihr jeden Tag in diesem Jahr dran bleibt, an euch als Marathon-Finisher glaubt und irgendwann werdet ihr die Königdisziplin vollenden.

Sind es wirklich eure eigenen Ziele?

Über diese Frage schmunzelt ihr vielleicht, aber ich meine sie absolut ernst! Woher ist der Wunsch nach diesem Ziel gekommen? Kam es wirklich aus eurer innersten Motivation heraus oder habt ihr es überspitzt gesagt aus der Werbung, den Medien, von euren Vorgesetzten etc. übernommen? Wir merken häufig gar nicht, dass wir Ziele nicht selbst auswählen, sondern dass sie uns von außen vorgegeben werden. Euer Chef sieht in euch die Nachwuchsführungskraft und möchte euch fördern, im Fitnessstudio werdet ihr von einem Personal Trainer angesprochen, der euch fit für den Frühling macht oder generell will einfach gerade „jeder“ in eurem Umfeld abnehmen, clean essen, an einem 10-Kilometer-Lauf teilnehmen oder selbstständig sein. Merkt ihr es? Das sind nicht eure eigenen Ziele. Euer Umfeld macht euch diese Ziele direkt oder indirekt schmackhaft, aber die Motivation zur Zielerfüllung ist nicht eure eigene. Dann wird es auch schwer für dieses Ziel wirklich alles zu geben und euch so richtig ins Zeug zu legen.

Sind es nur „Um-zu-Ziele“?

Manchmal setzen wir uns zwar eigene Ziele, aber wir nehmen sie nur als äußeren Vorwand, weil wir eigentlich etwas anderes wollen, das wir uns noch nicht bewusst gemacht haben. Dann handelt es sich um „Um-zu-Ziele“. Drei Beispiele: Wir wollen schlank sein wie die Frauen in den Zeitschriften, denn dann werden wir von allen gemocht. Wir wollen so strahlend aussehen wie das Model auf dem Plakat an der S-Bahn-Haltestelle, denn ihr Leben wirkt so leicht. Wir wollen so wohlhabend sein wie unser Nachbar, denn der sieht immer verdammt glücklich aus.

Erkennt ihr die verdeckten Botschaften dahinter? Eigentlich wollen wir gar nicht schlank, strahlend und wohlhabend sein. Wir wollen gemocht werden, wir wollen mehr Leichtigkeit im Leben und wir wollen glücklich sein. Das Schlanksein, das Strahlen und der Wohlstand sind nur die Mittel, mit denen wir glauben, unsere eigentlichen inneren Ziele zu erreichen. Fragt euch bei jedem eure Ziele daher: Was steckt wirklich dahinter? Und: Könnt ihr euer eigentliches Ziel tatsächlich über dieses „Um-zu-Ziel“ erreichen? Wenn nein, sind es nicht die richtigen!

Auf einer Skala von 1 bis 10: Wie sehr wollt ihr das Ziel erreichen?

Haben eure Ziele den Ziele-TÜV bis hierher überstanden, dann macht euch über die Wichtigkeit dieser Ziele in eurem Leben Gedanken und setzt klare Prioritäten. Wie sehr wollt ihr jedes einzelne eurer Ziele erreichen? Welches ist das absolut Wichtigste?

Bei der Bewertung geht bitte mit eurem Herzen voran und bewertet ganz ehrlich. Nicht jedes Ziel ist SEHR wichtig. Aber es gibt IMMER ein oberstes Ziel. Also fragt euch auch: Wenn ihr nur ein einziges Ziel im nächsten Jahr verfolgen könntet, welches wäre es? Welches ist euch so wichtig, dass ihr alles daran setzt? Mehr als 3 große Ziele sollten es auf Dauer nicht sein, sonst wird es zu viel.

Könnt ihr euch die Verwirklichung eurer Ziele bildlich vorstellen?

Diese Frage ist eine der wichtigsten und vollendet  den Ziele-TÜV aus meiner Sicht. Es ist die Überprüfung des Herzens – ganz ohne den Verstand, denn jetzt wird es Zeit zu träumen. Ihr habt eure Ziele nun konkret formuliert, seid sicher, dass es eure eigenen sind und habt auch Prioritäten gesetzt. Dann beginnt mit dem Ziel Nr. 1 und versucht euch die Zielerreichung vor eurem inneren Auge vorzustellen. Wann ist der große Tag? Wie seht ihr an diesem Tag X aus? Wie fühlt ihr euch? Könnt ihr euer Strahlen sehen? Was passiert beim Träumen in eurem Körper? Wo kribbelt es? Wer ist bei euch? Wie sieht die Umgebung aus? Woran messt ihr eure Zielerreichung? Wie feiert ihr euren Erfolg?….

Stellt euch diese Fragen und malt euch die Verwirklichung eurer Ziele ganz konkret aus. Je besser ihr bzw. euer Herz es sich vorstellen kann und je lebendiger sich alles anfühlt, desto mehr wollt ihr es und desto mehr seid ihr bereit, loszulegen und eure Ziele zu verwirklichen. Denn dann sind es nicht länger gute Vorsätze, sondern eure wahren Ziele für das nächste Jahr (und darüber hinaus).

Jetzt kennt ihr eines meiner wichtigsten Tools für die Zielüberprüfung. Der Ziele TÜV ist super einfach und gleichzeitig total wichtig. Er entlarvt ganz schnell fadenscheinige Vorhaben und trennt damit gute Vorsätze von euren echten Zielen. 

Außerdem habe ich noch einen wunderbaren Tipp für euch, wenn ihr schon lange das Ziel setzen erfolgreich lernen und anwenden möchtet. Kennt ihr das Seminar „Die Kunst, dein Ding zu machen“ von Christian Bischoff? Er ist wirklich der beste Motivationstrainer zu genau diesem Thema. Egal, was euer Traum ist, bei ihm lernt ihr, es richtig in motivierenden Zielen zu verpacken und mit Disziplin und Spaß anzugehen. Ich war schon 2 Mal bei seinem Event, denn für 99 Euro für das komplette Wochenend-Seminar kann man echt nichts falsch machen! Hier kannst du dich anmelden. Absolute Empfehlung!

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