In meinem ersten Artikel zu den Clean Eating Snacks habe ich bereits meine persönliche Wunschliste aufgestellt, wie cleane Snacks nach meinem Geschmack sein müssen: lecker, gesund, sättigend, energiespendend, einfach und schnell zubereitet, für zwischendurch geeignet und vor allem abwechslungsreich!

Das ist manchmal gar nicht so leicht….insbesondere wenn man Snacks unterwegs essen will. So wird der Obstsalat schnell bräunlich, das aufgeschnittene Gemüse mit der Zeit langweilig oder man hat schlicht und einfach keine Zeit bzw. Lust, sich wirklich jeden einzelnen Morgen Gedanken zu machen und etwas Zauberhaftes zu kredenzen.

Was tun wir also? Und vor allem: Welche Snacks erfüllen eigentlich diese Eigenschaften? Ganz schnell kommt dann der Griff zu den käuflichen Energieriegeln, Müsliriegeln, Power Bars, Fruchtschnitten oder wie sie alle heißen. Der Markt ist mittlerweile riesig – auch in Deutschland – und sie alle versprechen uns das Blaue vom Himmel: Proteinzufuhr, Wake-Up-Effekt, Omega-3, Sportlergerecht, Anti-Aging,…Wahnsinn! Besonders in den USA bin ich immer wieder überwältigt, wenn ich im Supermarkt (hier bei Whole Foods) durch die Regale voller Energy Bars schreite. Die Auswahl ist schier unendlich!

Energieriegel Clean Eating

Doch als ich auf Hawaii so durch die Auswahl schlenderte, kam mir ganz schnell ein Gedanke: Warum soll ich nicht einfach mal Energieriegel selbst machen? Warum kaufen, wenn ich mir auch gesunde Snacks selbst zubereiten kann, bei denen ich genau weiß, welche Zutaten sie enthalten? Also Clean Eating Energieriegel. :-) So schwer kann das doch nicht sein…

Und wie es der Zufall so will, fiel mir genau bei Whole Foods ein ganz besonderes Buch in die Hände: Power Hungry von Camilla C. Saulsbury. Das ultimative Energy Bar Cookbook. Ich blätterte ein wenig darin herum und mein Herz fing sofort Feuer! Wow, die Zubereitungsmöglichkeiten sind sowas von vielfältig und ruck-zuck habe ich mir selbst meine eigenen Power Bars erstellt! Und was mich besonders begeistert hat: Die meisten Energy Bars sind auch noch vegan oder sogar rohköstlich! Jippie! Dieses Buch landete noch an Ort und Stelle in meinem Einkaufswagen! Absolut zurecht!

Seitdem ich darin gelesen, erste Rezepte ausprobiert und mich durch die Weiten des WWW nach weiteren Fans und Rezepten geklickt habe, hat mich das Energy-Bar-Fieber gepackt!! Selbstgemachte Energieriegel vereinen nämlich all die Eigenschaften, die ich wirklich lange an Clean Eating Snacks gesucht habe und noch viel mehr.

  • Energieriegel sind schnell und einfach zubereitet: Einfach alle Zutaten in eine Schüssel geben, verrühren (per Hand oder per Knethaken, aber auch mit dem Mixer soll es gehen), formen, schneiden  – fertig! Dies sind die rohköstlichen Varianten. Aber auch die zu backenden Power Bars sind fix hergestellt.
  • Sie sind super lecker (Suchtgefahr!): Durch die vielfältigen Zutaten könnt ihr euch euren absoluten Lieblingsriegel kreieren. Wie wäre es mal mit Mandelmus, Matcha-Tee-Pulver oder Kokosraspeln in eurem Riegel? Mjam! :-)
  • Energieriegel liefern gute Energie: Gerade vor dem Krafttraining oder auch der Yogastunde esse ich gern noch mal einen Riegel. Sie sind leicht und liegen nicht schwer im Magen, füllen aber trotzdem die Energiespeicher prima auf.
  • Selbstgemachte Energieriegel werden garantiert nicht langweilig: Bisher habe ich nicht ein einziges Rezept doppelt zubereitet. Es gibt so viele Kombinationsmöglichkeiten. Eurer Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.
  • Energieriegel halten bei guter Kühlung rund 2-3 Tage: Das heißt, ihr müsst euch gar nicht mehr jeden Tag Gedanken um eure Snacks machen. Einfach einen schönen Vorrat an selbstgemachten Energy Bars zubereiten und morgens direkt aus dem Kühlschrank bedienen.
  • Und natürlich sind Energy Bars auch gesund: Ihr bestimmt die Zutaten selbst und könnt euch ganz nach euren Vorlieben eure persönlichen Lieblingsriegel zusammenstellen. Ob vegan oder rohköstlich – alles ist möglich! Für mich sind die Energieriegel die hohe Schule des Clean Eating! ;-)

Jetzt wollt ihr sicher auch von mir wissen, wie denn nun ein Grundrezept für diese selbstgemachten Energieriegel aussieht. Ein wirkliches Grundrezept gibt es aber nicht. Gerade Camilla V. Saulsbury treibt es in ihrem Buch „Power Hungry“ total bunt. Aber so ganz grundsätzlich findet ihr garantiert die folgenden Zutatengruppen in den Rezepten wieder:

  • trockene, sättigende Zutaten: Haferflocken, Vollkornmehl, Nussmehl, Quinoa, Amaranth…
  • getrocknete Früchte: Aprikosen, Pflaumen, Cranberries,…
  • weiches Obst: reife Bananen, Datteln,…
  • etwas zum Süßen: Agavendicksaft, Ahornsirup, Honig, Stevia,…
  • Nüsse: Walnüsse, Haselnüsse, Macadamianüsse, Kokosnussraspeln, Chiasamen,…
  • Nussbutter/ -mus: Mandelmus, Erdnussbutter, Erdmandelmus,…
  • Flüssigkeit: Nussmilch, grüner Tee, Wasser, Kokosöl,…
  • Extras: Matcha-Pulver, Superfoods wie Spirulina, Chlorella etc., veganes Proteinpulver, Mohn,…
  • Gewürze: Vanille, Zimt, roher Kakao,…
  • eine Prise Salz

Experimentiert mit diesen Zutatengruppen einfach mal ein bisschen herum! Ihr könnt überhaupt nichts falsch machen. Sind eure Energieriegel zu fest? Einfach ein bisschen mehr Flüssigkeit in den Teig geben. Sind sie zu labbrig? Dann helfen bindende Zutaten wie Chiasamen oder Mehl.

Ich bin von den selbstgemachten Energieriegel jedenfalls total begeistert und habe noch viele, viele Ideen für Zutaten im Kopf, die demnächst ganz sicher den Weg in meine Energieriegel finden werden. Ihr könnt euch also schon jetzt auf einige Clean Eating Energieriegel-Rezepte von mir freuen! :-)

Mal sehen, vielleicht werde ich sogar wieder ein eigenes Rezeptbuch für cleane Energieriegel erstellen. Was meint ihr? Habt ihr Interesse?