Kennst du das Gefühl: Zu Beginn des Jahres warst du hochmotiviert, wolltest deine Ernährung ändern oder mehr auf deine innere Stimme hören oder weniger im Stress sein oder dir regelmäßigen Ausgleich durch Bewegung schaffen (oder sogar alles auf einmal!) und jetzt fühlst du dich überfordert? Der innere Schweinehund hat sich schon mehrfach eingeschlichen und dich von deinen schönen Plänen und Vorsätzen abgehalten. Jetzt fühlst du dich dementsprechend demotiviert. Wie kommt das nur? Und was können wir dagegen tun?

Der Heißsporn des neuen Jahres ist eine Falle

Erst einmal möchte ich dich beruhigen. Ich kenne dieses Phänomen zu gut und weiß auch von vielen Bloglesern, dass es ihnen schon mal ähnlich ging oder gerade geht. Man könnte sagen, es ist der Heißsporn des neuen Jahres. Warum auch immer, aber wir legen gerade so viel Gewicht auf den Beginn eines neuen Jahres und wollen am liebsten all das ändern, was uns im alten Jahr nicht so gut getan hat und wo wir uns und unseren Körper vernachlässigt haben. Für die einen geht es um die Ernährung, für die anderen um Fitness und für die nächsten um Achtsamkeit oder Selbstliebe oder berufliche Vorsätze. Oder eben alles in einem!

Kaum ein Mensch hat es geschafft, von heute auf morgen seine ganze Ernährung, seine Fitness oder seine Achtsamkeit komplett zu verändern. Geschweige denn sein komplettes Leben!

Das ist jedoch leider die Illusion, mit der wir gern das neue Jahr beginnen und an der wir uns und unsere Erfolge messen! Die Frustration ist damit vorprogrammiert und vielleicht findest du dich jetzt genau in dieser Situation wieder. Du merkst, dass du dir zu viel vorgenommen hast und deine Erwartungen von deinem Neustart zu groß waren. Doch wie kannst du jetzt sinnvoll damit umgehen?

Du musst mal raus und alles loslassen

Ich empfehle dir eine Auszeit zu nehmen. Ja, ganz Recht! Du musst mal raus. Loslassen und in dich gehen, was dir wirklich gut tut. Achtsamkeit pur. Genau das habe ich vor Kurzem getan. Ich habe mich für ein paar Tage vollkommen ausgeklinkt und mal alles sein lassen. Mit dem einfachen Wunsch, wieder bei mir anzukommen, mich innerlich zu sortieren und zu schauen, was wirklich ICH bin. Schließlich begann Anfang des Jahres ein neuer Lebensabschnitt für mich und vieles lag noch im Unklaren bzw. im Findungsmodus bei mir. Ich wollte ein Stück weit neu gefunden werden und als mir das klar wurde, ging ich auf die Reise. Noch wusste ich nicht, was mich erwarten würde, doch ich bin einfach einem Impuls gefolgt und habe mich im ruhigen Allgäu einquartiert.

Dort habe ich ganz viel meditiert, Yoga praktiziert, geschwommen, ausgeschlafen, leicht und gut gegessen und – so seltsam es klingt – einfach nur in die verschneite Landschaft geschaut. Ich wollte keinen großen Input, ich wollte keine großen Kontakte und ich wollte schon gar keine Vorsätze. Ich wollte einfach mal nur SEIN und schauen, was passiert. Nichts habe ich geplant, sondern bin einfach spontan meinen Eingebungen und inneren Impulsen durch die Tage gefolgt.

So fand ich mich plötzlich morgens ganz früh im Yoga-Kurs wieder. Zu dritt – ganz privat und schön. Oder bei der sanften Mittagsmeditation oder einfach mit einem kräftigen Tee in der Hand vor dem Kaminfeuer sitzend. Es tat so gut!

Mit der achtsamen Auszeit kommt die Klarheit

Doch es tat nicht nur gut. Mit der Stille kam die Klarheit und das habe ich schon oft erlebt. Wenn ich über eine Frage gebrütet habe oder mehr Ordnung in meinem Kopf brauchte, bin ich in die Stille gegangen. Das kann beispielsweise eine einsame Wanderung, ein langer Lauf oder eine stille Meditation sein. Sofort erhöht sich die eigene Achtsamkeit, weil die Reizüberflutung aufhört und du dich wieder auf dich konzentrierst.

Genauso tut es gut, eine Auszeit zu nehmen, um die Erwartungen des Alltags einmal vollkommen loszulassen. Ich wusste „Hier wird gut für mich gesorgt. Ich muss mich um nichts kümmern!“. Das Gefühl ist toll und wir lieben es alle, uns als erwachsene Menschen auch mal um nichts kümmern zu müssen. Genau das fördert nämlich das einfache „Da-SEIN“ und die innere Kraft.

Rosenalp Meditation

Warum habe ich das nicht schon eher gesehen?

Und als ich in die Stille ging und meine Erwartungen losließ, passierte etwas Magisches. Ich sah viele Facetten meines neuen Lebensabschnitts viel klarer vor mir. So sah ich auf einmal, wie ich nach meiner Rückkehr arbeiten möchte. Mal zuhause im Home Office und mal im Co-Working. Ich sah mich mehr Yoga praktizieren und zu einem bestimmten Workshop gehen (den ich übrigens schon monatelang besuchen wollte). Auch sah ich bestimmte Aspekte meiner Ernährung, wie zum Beispiel eine Detox-Kur im Frühling oder dass ich gar keine tierische Milch mehr trinken wollte.

Es war faszinierend und fühlte sich tatsächlich so leicht und richtig an. Vielleicht kennst du das Gefühl: Wir grübeln manchmal ewig und plötzlich ist die Lösung so naheliegend und wir fragen uns: „Warum habe ich das nicht schon eher gesehen?!“ Bei mir ist genau das oft das Ergebnis von achtsamen Auszeiten: eine absolute Klarheit! Und damit kommt auch die innere Kraft, Vorfreude und Motivation zurück!

„Trust your instincts.

Everything will fall into place if you let it.“

Übrigens geht das auch wunderbar zu zweit! Mein Mann und ich haben die achtsame Auszeit gemeinsam verbracht, hatten aber viel Zeit und Raum jeder für sich. Und meinem Mann ging es ähnlich wie mir. Auch er ist mit so viel mehr Klarheit und Kraft zurückgekehrt. Das genießen wir jetzt gemeinsam.

Das Rosenalp: Der perfekte Ort für eine achtsame Auszeit

Zu guter letzt möchte ich dir natürlich auch verraten, wo wir unsere kleine Auszeit verbracht habe. Da es mir letztes Jahr im Frühling bei meinem Yoga-Retreat im Allgäu so wunderbar gefallen hat, war die Wahl naheliegend, wieder dort in dieser sanften, ursprünglichen Gegend die Auszeit zu verbringen.

Die Wahl fiel auf das Rosenalp Resort & Spa in Oberstaufen, weil es einfach so viel anbot, ohne gleichzeitig ein festes Programm für seine Gäste vorzuschreiben. Außerdem haben sie sich das Motto „Achtsamkeit im Allgäu“ im Rahmen ihrer Kooperationen ganz neu auf die Fahne geschrieben und bieten bereits viele passende Facetten an: Morgenyoga, Meditation, Klangschalentherapie, Yin Yang Massagen, achtsame Wanderungen für die Sinne und vieles mehr. Ich war gespannt, Neues kennenzulernen und habe mich auch wie ein Blatt im Wind von meinen inneren Impulsen leiten lassen.

Besonders toll fand ich auch das Essen. Wir hatten die Leichtküche ausgesucht und es war unglaublich, wie individuell anpassbar das Essen für die Gäste war. Es gab basische Gerichte, Fastenaufbaukost, kohlenhydratarmes Essen, vegetarische und vegane Menüs und einiges mehr. Ich hatte dies vorweg gar nicht erwartet, aber so konnte ich auch mal ein paar Tage in meinen Körper hineinspüren, was ihm in puncto Essen gerade gut bekommt und was vielleicht nicht (mehr). Auch das ist Achtsamkeit!

Ich kann dir das Rosenalp also von ganzem Herzen empfehlen! Und da sie auch zukünftig Retreats zum Thema Achtsamkeit und Meditation andenken, könnte ich mir auf jeden Fall vorstellen wiederzukommen.

Rosenalp-Achtsame-Auszeit

Rosenalp Zimmer Auszeit

Und nach der achtsamen Auszeit…?

Eine gute Frage! :-) Der Reiz ist groß all die gewonnenen Erkenntnisse unserer neuen Klarheit gleich wieder alle in unseren Alltag einfließen zu lassen. Aber Moment mal…! Da kamen wir doch her!

Deshalb ist es viel besser, dass du dir während deiner achtsamen Auszeit ausgiebige Notizen machst – am Besten sogar Tagebuch schreibst – und deine Intuitionen und Gedanken festhältst. Inklusive der guten Gefühle, die du dabei hattest. Hinterher gehst du all deine Notizen durch und spürst in dich hinein, welche 2-3 Aspekte du nach deiner Rückkehr umsetzen möchtest. Damit beginnst du dann und verinnerlichst für dich das Gefühl, dass du dir bereits damit etwas richtig, richtig Gutes tust. Gerade die kleinen Schritte bringen uns oftmals weiter voran als ein ganz großer…

Übrigens: Wenn du noch mehr Achtsamkeitstipps für deinen Alltag suchst, dann schau dir doch mal meinen Artikel zum Thema „Glück und Achtsamkeit“ an.

In Kooperation mit dem Rosenalp Resort & Spa