Ich komme gerade von einer ganz intensiven Woche aus Berlin zurück. Meine Coaching-Fortbildung zum Thema „Glück“ liegt nun hinter mir und ich hätte nicht gedacht, dass ich noch so viel über das Glücklich sein lernen kann. Es war unglaublich!

Alle Inhalte dieser Fortbildungswoche könnte ich gar nicht in einem Blogpost zusammenfassen. Dafür war es einfach zu umfangreich! Doch werde ich natürlich ab jetzt immer mal wieder Learning, Tipps und Tools in meinen Blog, meinen Podcast CELEBRATING YIN und natürlich meine Arbeit als Life Coach und Mentorin für Frauen einfließen lassen. So erfährst du heute als Erstes einiges über meine Achtsamkeitstipps.

Achtsamkeit und Glück gehören zusammen

Ein ganz zentrales Learning aus den vergangenen 7 Tagen war das Thema Achtsamkeit. Glücklich sein und Achtsamkeit hängen ganz eng miteinander zusammen. Das war mir zuvor auch nicht so bewusst, doch instinktiv tragen wir diese Erfahrung alle in uns.

Denke einmal an ein Kleinkind, das mit großen, staunenden Augen die Welt erkundet! Es entdeckt und erspürt jeden Tag so viel Neues und freut sich darüber, wie es eben ein Kind tut. Hier eine kleine Ameise auf einem Ast. Dort das rotgefärbte Herbstlaub. Und auch die Gute-Nacht-Geschichte, die es zum 50. Mal vorgelesen bekommt, ist immer noch eine riesige Freude. Genau das ist Glück! Genau das ist Achtsamkeit! Kinder leben voll und ganz im Moment. Sie geben sich in einem Augenblick einer Sache vollkommen hin und erLEBEN sie wirklich. Das ist für die meisten Erwachsenen von uns eine große Seltenheit. Oscar Wilde hat es so schön und zugleich erschreckend war formuliert:

Leben – es gibt nichts Selteneres auf der Welt. Die meisten Menschen existieren, weiter nichts.

Leider hat er Recht! Wir hetzen häufig den ganzen Tag von A nach B und wissen abends nicht mehr, was wir alles getan haben. Unser gutes Gefühl am Abend besteht aus einer abgehakten To-Do-Liste, doch was wir wirklich gefühlt, gerochen, geschmeckt und gehört haben, erinnern wir viel zu selten. Wir sind busy statt achtsam und ob wir das wollen oder nicht: Dieses schnelle, hektische Sein geht zu Lasten unseres empfundenen Lebensglücks. Ich glaube mittlerweile sogar, dass wir Menschen einfach dafür geschaffen sind, achtsam zu sein. Schließlich gibt es kein Lebewesen auf der Welt, das so viel über seine Sinne erleben und gleichzeitig diese Erfahrungen reflektieren kann. Genau diesen Schatz sollen wir alle mehr nutzen!

Acht Achtsamkeitstipps für deinen Alltag

Deshalb möchte ich heute ein paar schöne Achtsamkeitstipps mit dir teilen. Sie helfen dir nicht nur achtsamer in deinem Leben zu sein, sondern auch mehr Glück zu empfinden. Einige beherzigst du vielleicht bereits und kannst dich am Ende des Artikels darüber freuen. Über andere musst du vielleicht schmunzeln, weil sie so einfach sind, wir sie aber dennoch selten tun. Lass dich überraschen und nimm dir einfach als kleine Hausaufgabe für dich mit, einiges davon neu zu erLEBEN.

Gehe ein bis zwei Stufen langsamer!

Während der Fortbildung haben wir uns fast täglich im achtsamen Gehen geübt. Dabei ist uns Teilnehmerin erst so richtig bewusst geworden, wie schnell wir eigentlich jeden Tag unterwegs sind. Dagegen sind 1 bis 2 Stufen langsamer sehr viel angenehmer. Probiere es mal aus und schalte ein, zwei Gänge in deinem Tempo runter! Wer langsamer geht, erlebt mehr und kommt auch ans Ziel!

Nimm dir Zeit für Wunder!

Albert Einstein hat so schön gesagt: „Entweder ist alles ein Wunder oder nichts.“ Wie wäre es, wenn du mal einen Tag lang alles zu einem Wunder erklärst und genauso durch die Welt gehst? Als sei die Welt ein Museum, eine Ausstellung, die nur für dein Staunen und Erleben existiert. Diese Erfahrung ist so unbeschreiblich schön!

Falls dir gleich ein ganzer Tag zuviel ist, probiere es mit einem bewussten Spaziergang oder gehe alternativ einmal achtsam durch deinen Garten bzw. den nächsten Park. Es tut so gut!

Sammle auf deinem Weg 5 Dinge aus der Natur!

Der vorangegangene Achtsamkeitstipp lässt sich wunderbar mit diesem kombinieren. Wenn du sowieso schon achtsam unterwegs bist, dann sammle doch direkt einmal 5 Schätze aus der Natur. Egal, was es ist! Lass deine Intuition sprechen. Vielleicht ist es ein heruntergefallenes Blatt, ein schöner Stein oder eine Beere. Das Ziel ist nicht, dass du etwas ganz Besonderes findest und mitbringst, sondern dass du deine Aufmerksamkeit bewusst für die kleinen Dinge öffnest.

Trinke deinen Tee oder Kaffee am Morgen ganz bewusst!

Die meisten Menschen trinken morgens gern ihren Kaffee oder Tee. Doch hast du dieses morgendliche Getränk schon einmal ganz bewusst genossen – ohne jegliche Ablenkung?

Hast du deinem Kaffee oder Tee ein kleines Lächeln geschenkt, weil du glücklich warst, ihn jetzt zu trinken? Hast du beim Trinken die Wärme auf deinen Lippen gespürt? Den Duft von Kaffee oder Tee in deine Nase eingesogen? Die warme Flüssigkeit langsam in deinem Mund zerfließen lassen und dann erst heruntergeschluckt? Bewusstes Kaffeetrinken/ Teetrinken ist eine wunderbare Achtsamkeitsübung!

Iss mit geschlossenen Augen!

Auch diese kleine Achtsamkeitsübung kannst du direkt am Morgen ausprobieren, beispielsweise beim Frühstück. Wenn du dir ein Müsli oder ein Brot zubereitet hast, dann iss diese Mahlzeit einmal mit geschlossenen Augen! Das ist zunächst seltsam, aber versuche dabei zu bleiben. Du wirst merken, nach 1 bis 2 Minuten verschwindet der Widerstand und du beginnst, deine Nahrung ganz neu wahrzunehmen. Beobachte dabei: Wonach schmeckt sie? Wie viel Nahrung hast du im Mund? Wie fühlt sich das Kauen an? Was verändert sich geschmacklich mit dem Kauen? und vieles mehr. Auf diese Weise schmeck häufig auch dein Essen ganz anders.

Ein weiterführender Artikel zum Thema Achtsames Essen findest du übrigens ebenfalls auf EAT TRAIN LOVE.

Verändere kleine Gewohnheiten!

Wir Menschen sind Gewohnheitstiere und spulen sehr viel unseres Lebens in gelernten Routinen ab. Das ist zwar energetisch gesehen sehr clever, dennoch stumpft unsere Wahrnehmung dabei immer mehr ab. Wir laufen quasi auf Autopilot.

Deshalb ist es eine super spannende Erfahrung, unsere alltäglichen Dinge einmal bewusst anders zu tun. Als kleine Anregungen kannst du einmal Folgendes testen:

  • Stehe morgens zur anderen Seite deines Bettes auf!
  • Putze deine Zähne mit der anderen Hand!
  • Nimm einen neuen Weg zur Arbeit!
  • Höre auf dem Weg einen anderen Radiosender!
  • Unterschreibe bewusst mit der anderen Hand!
  • Statt viel zu reden, höre mehr zu oder umgekehrt!
  • Überlege dir eine neue Begrüßung für deinen Partner/ deine Partnerin!
  • Statt abends wie gewohnt fernzusehen, lies ein Buch oder statt ein Buch zu lesen, schreibe ein Gedicht! Hauptsache, es ist neu für dich!

Mit diesen kleinen Gewohnheitsbrechern bringen wir frischen Wind in unseren Geist und fordern unser Gehirn auf neue Art und Weise. Und glaub mir, egal wie anstrengend dein Tag war: Deinem Kopf wird die Abwechslung Spaß machen. Also lass dich darauf ein!

Lass deinen Blick in die Ferne schweifen!

Den Tipp habe ich kürzlich von meiner Augenärztin bekommen und ich habe sie zu einer schönen Achtsamkeitsübung modifiziert. Weil mir häufiger die Augen von meiner Arbeit am Bildschirm tränten, riet sie mir: Alle 30 Minuten den Blick zu heben und etwas in der Ferne zu fokussieren. Das kann die gegenüberliegende Wand sein oder der Blick aus dem Fenster.

Aber statt nur die Augen etwas Neues fokussieren zu lassen, betrachte doch diesen neuen Ausblick einmal ganz bewusst. Schaue achtsam, was du wirklich siehst, was du dort lesen kannst, wen du dort wahrnimmst und was das gefühlsmäßig in dir auslöst! So trainierst du nicht nur deinen Augenmuskel, sondern auch zugleich deine Achtsamkeit jede halbe Stunde einmal.

Lese ein gutes Buch über Achtsamkeit!

Bereits vor meiner Fortbildung habe ich mit einem fantastischen Buch zur Entschleunigung und Achtsamkeit begonnen und ich möchte es dir von Herzen empfehlen. Es ist so süß und liebevoll geschrieben. Mir war einfach nach einem Buch, welches das Thema Achtsamkeit nicht so trocken und mit erhobenen Zeigefinger aufbereitet und genau das Gegenteil habe ich in diesem wunderbaren Buch gefunden. Mit einer spannenden Fabel von der Schildkröte erzählt der Autor uns von den 7 Geheimnissen der Schildkröte und ich finde, wir können noch viel von ihr lernen.

PS: Für alle Frauen unter meinen Leserinnen habe ich darüber hinaus noch eine schöne Podcastfolge als Empfehlung zum Anhören. Hier geht es um den Gedanken „Das Leben ist so kostbar“ und du wirst sicher ganz wertvollen Input für dein Leben aus der Episode mitnehmen. Abonniere CELEBRATING YIN am besten in einer kostenlosen Podcast App deiner Wahl und suche die Folge 17.

Viel Freude mit den 8 Impulsen zur Achtsamkeit und zum Glück!

Fotocredit Titelbild: Shutterstock.com / Bild ID: 736969006 / portumen