Ich finde es immer wieder spannend, wie sich das persönliche Fitnesstraining über die Zeit verändert. Vielleicht habt ihr solch eine Entwicklung auch schon einmal bei euch beobachtet oder ihr seid gerade mitten in der Findungs- bzw. Veränderungsphase…Heute erzähle ich euch meine Geschichte zu einem aktiveren, fitteren Selbst!

Mit HIIT Workouts zur besten Form meines Lebens

Zu Beginn des Jahres 2012 habe ich mein erstes HIIT Workout durchgepowert. Damals war ich total fasziniert von der inspirierenden Tschechin Zuzka Light und ihrem BodyRock-Konzept. Kurze, knackige Workouts mit hoher Effektivität – das war genau mein Ding! So hatte ich in den folgenden Wochen und Monaten riesigen Spaß daran, mich mit HIIT Workouts in die Form meines Lebens (so hieß mein Jahresvorsatz damals) zu bringen.

In Spitzenzeiten machte ich in einer kleinen, feinen Bodyrock-Gruppe, die sich in der Online-Welt zusammenfand, 6 bis 7 Workouts pro Woche und mein Intervalltimer wurde zu meinem täglichen Begleiter. Kein Wunder, die Resultate waren so schnell sichtbar und spürbar, wie ich es mir nie erträumt hätte! 30 Burpees am Stück ohne Pause, kein Problem! Ich hatte sichtbare Bauchmuskeln – einen schönen weiblichen Sixpack -, starke Rückenmuskeln, stahlharte Oberschenkel und einen ordentlichen Bizeps, den ich gern und stolz vor dem Spiegel begutachtete. Ausgleichstraining machte ich nur in Form von gelegentlichen, kurzen Läufen, denn ich fühlte mich fit und super trainiert.

Nach wenigen Monaten über 100 HIIT Workouts

Gleichzeitig hatte ich mein großes Jahresziel, die Form meines Lebens, so fit und kräftig wie nie zuvor in meinem Leben zu sein, nach wenigen Monaten erreicht und zählte über 100 Workouts auf meinem Trainingskonto. Die meisten Workouts fielen mir leicht und ich schraubte immer mehr an der Wiederholungszahl oder der Bestzeit, in welcher ich alle Übungen gemeistert hatte. Mein Fitnesstraining war hart, schnell, fordernd und abwechslungsreich. Dennoch blieb der eigentlich Sinn irgendwann auf der Strecke. Klar fühlte ich mich nach jedem Workout, das ich schweißüberströmt außer Atem beendete, fantastisch, denn ich wusste, dass ich wieder einmal mein Bestes gegeben hatte, aber in mir kam immer stärker der Wunsch nach MEHR auf.

Zurück zu meiner ersten großen Liebe: YOGA

Von mir selbst überrascht holte ich eines Morgens meine allererste Power-Yoga-DVD wieder aus dem Schrank, startete sie und übte mit Andrea „Qbi“ Kubasch eine Vinyasa Power Yoga Class. Die Abwechslung tat erstaunlich gut! Immer häufiger mischte ich nun Yoga in meinen Trainingsplan, morgens direkt nach dem Aufstehen oder abends vor dem Schlafen gehen. So nahm Yoga mit der Zeit einen immer größeren Stellenwert ein und meine HIIT Workouts wurden weniger. Nach einigen Wochen spürte ich auch hier eine deutliche Veränderung, meines Körpers. Meine stark definierten Muskeln gingen zurück und ich fühlte mich wieder beweglicher, weicher und weiblicher.

Meine Faszination für Yoga wuchs beständig und so meldete ich mich 2013 Hals über Kopf zum Teacher Training an und ließ mich als Vinyasa Power Yoga Lehrerin ausbilden. Ich ging voll darin auf, spürte meinen Körper und verschmolz regelrecht mit meiner Yogamatte, während mich die sanfte Yogamusik bei all meinen Stunden begleitete. Es war zu schön! HIIT war zu der Zeit fast komplett aus meinem Leben verschwunden.

Power Yoga im Workoutformat für zuhause

Im Laufe meiner Ausbildung ertappte ich mich dabei, wie ich häufiger meine Yoga Asanas nach Dance- und Elektrorhythmen ausrichtete. Ich orientierte meine Bewegungen am Beat und genoss es, auch mal schneller als mein natürlicher Atemrhythmus zu sein. Irgendwann mischte ich zwischen Brettposition und herabschauendem Hund die ersten Push Ups ein. Und auch meine Hanteln, die ich bei den HIIT Workouts so häufig benutzt hatte, riefen wieder nach mir. Mein Yoga wurde unkonventioneller, freier und workoutorientierter.

Die Trainingsidee von HIIT YOGA wurde geboren!

Dann dauerte es nicht mehr lange. Ich stellte das erste Mal den Intervalltimer, um HIIT Übungen und Yoga Asanas in einem Workout als mein neues Fitnesstraining zu vereinen. Abwechselnd eine fordernde HIIT Übung, eine ruhigere Yoga Asana. Diese neuen Workouts waren zwar anstrengend und kräftigend, aber gleichzeitig auch wieder in einigen Übungen dehnend und beruhigend. Ich hatte das Gefühl, das Beste aus zwei Welten miteinander zu vereinen. Irgendwie verboten und irgendwie richtig gut!

HIIT YOGA war geboren! Genau nach diesem Konzept trainiere ich heute noch am allerliebsten meinen Körper. Ich habe mein eigenes Fitnesstraining kreiert und darauf bin ich heute sehr stolz. Immer wenn ich meine Yogamatte ausrolle und gleichzeitig meinen Timer stelle, huscht ein kurzes Lächeln über mein Gesicht. Es kribbelt mir in den Fingern und ich warte gespannt auf das Signal zum Starten. BEEP, BEEP! Los geht’s!

Mein Lieblings HIIT YOGA Workout für euch!

Auch in mein Buch „EAT TRAIN LOVE“ habe ich selbstverständlich, diese tolle Trainingsform einfließen lassen, denn HIIT YOGA ist in meinen Augen das perfekte Feierabend-Workout! Einfach nach Hause kommen, in die Sportklamotten schlüpfen, das Equipment bereitlegen, den Timer stellen und starten! Nach rund 15 bis 20 Minuten Fitnesstraining bin ich dann jedes Mal im Hier und Jetzt und habe meine überschüssigen Energien wieder zum Fließen gebracht.

Mein Lieblingsworkout habe ich übrigens in meinem Buch mit allen Wirkungen der einzelnen Übungen auf unseren Körper genauestens beschrieben und zeige es euch auf meinem YouTube-Kanal zum „Nachturnen“! Vielleicht wird es ja auch gleichzeitig EURE liebste Trainingsform…Viel Spaß damit!

Das HIIT YOGA Workout aus meinem Buch EAT TRAIN LOVE

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