Auf diesen Blogpost freut ihr euch wahrscheinlich schon seit Tagen… :-) Und ich mich natürlich auch. Eine Woche nach unserer märchenhaften Gartenhochzeit im Sommer schwelge ich noch einmal in Erinnerungen gemeinsam mit und für euch. Um es mir etwas einfacher zu machen, habe ich vor einigen Tagen bei Facebook gefragt, WAS euch denn genau von uns und unserer Hochzeit interessiert. Eure Antworten darauf waren so vielfältig, denn im Grunde wolltet ihr wirklich ALLES wissen. :-) OK, also starten wir…Taschentücher bereitlegen, gemütlich zurücklehnen und los geht’s!

Unsere ersten 7 Jahre und der Heiratsantrag

Christoph und ich sind nun bereits seit mehr als 7 Jahren ein Paar. Wie jedes Paar hatten wir auf unserem gemeinsamen Weg unsere Höhen und Tiefen, doch gleichzeitig hat unsere Beziehung über die Jahre immer stärker an Intensität und Nähe gewonnen. Wenn ich etwas an unserer Beziehung als besonders herausstellen müsste, dann ist es, dass wir uns wirklich jeden Tag Zeit zum Reden über Gott, die Welt und uns nehmen! So sind wir mit der Zeit zu so vertrauten Menschen geworden, die ihre Gefühle  miteinander teilen, dass wir jede Hürde gemeinsam überwunden haben und dadurch noch stärker als Paar geworden sind.

Wer meinen Blog schon lange liest, weiß vielleicht noch: 2013 auf Hawaii hat mein Mann mir einen Heiratsantrag gemacht und ich habe „JA“ gesagt, als er im strömenden Regen um meine Hand anhielt. Doch unsere Hochzeit war damals nicht in Aussicht! Das wussten wir beide nach unserer Rückkehr ziemlich genau, denn wir unterschrieben direkt unseren Kaufvertrag für unser Grundstück und begannen wenige Wochen später mit dem Bau unseres Traumhauses.

Wie wir unsere Gartenhochzeit spontan geplant haben

So vergingen jetzt doch fast 3 Jahre und ehrlich gesagt hatten wir sogar vor, uns erst 2017 unser Ja-Wort im Rahmen einer wunderschönen Hochzeitsfeier zu geben. Doch die Krebserkrankung meiner Mama kurz vor Weihnachten letzten Jahres veränderte unseren Blick auf Beziehungen und die Liebe vollkommen. Was nützt es, eine perfekte Hochzeitsfeier von langer Hand zu planen, wenn du dir nicht mal sicher sein kannst, dass alle lieben Menschen dabei sind, die du dabei haben möchtest…?!

Keine Sorge, meiner Mama geht es wieder gut. :-) Doch für die Erkenntnis aus ihrer Krankheit bin ich äußerst dankbar. Sie hat uns klar gemacht, dass das Leben nicht immer geplant werden kann, sondern dass es einfach gelebt werden will. Und das so intensiv, wie es nur geht! So beschlossen wir Anfang diesen Jahres, dass es Zeit für unser Fest der Liebe wird. Noch in 2016!

Save the Date

Die perfekte Hochzeitslocation: Unser Garten

Außerdem hatten wir auf einmal auch Klarheit, WO und MIT WEM wir unsere Hochzeit feiern wollen. Wir hatten in den letzten Jahren so viel Liebe und Mühe in unser Traumhaus gesteckt, da war es für uns keine Frage mehr, dass unser Garten die perfekte Location sein würde. Eine sommerliche Gartenhochzeit mit Zelt, Outdoorbar, Lounge und vielem mehr schwebte uns durch die Köpfe (den 1000 Inspirationen auf Pinterest sei Dank!).

Außerdem wollten wir genau mit den Menschen feiern, die uns am Herz liegen, die uns aktiv auf unserem Lebensweg begleiten, die an uns denken und die sich garantiert über unsere Hochzeit freuen. So ist ein überschaubarer Personenkreis von knapp 60 Personen entstanden, die bis auf 1 Person tatsächlich alle zu unserer Gartenhochzeit gekommen sind.

Der 13. August sollte unser Glückstag werden…

Bei den übrigen organisatorischen Dingen wie Fotografin, Pastor, Make-Up- und Hairstylistin, Caterer, Zeltverleih etc. hatten wir tatsächlich ein bisschen Glück, dass alles noch genau für den 13. August 2016 für uns frei war. Es sollte einfach so sein und so hangelten wir uns Monat für Monat weiter durch die Hochzeitsorganisation, bis der große Tag endlich gekommen war. Die Tage zuvor bangten wir noch um das so sehr erhoffte Sommerwetter und auch hiermit hatten wir einfach riesengroßes Glück.

Unser Hochzeitstag: Die Spannung steigt…

Als wir am Morgen gemeinsam aufstanden und wie jeden Morgen unser Teeritual zelebrierten, lachte uns schon die Sonne entgegen. Wir genossen noch unser gemeinsames Frühstück und gingen dann unsere getrennten Wege in den Tag. Auf mich wartete Linda, die mich zuhause mit Brautfrisur und Make-Up hübsch machte, und Christoph stellte draußen noch einige Dinge mit seinem Trauzeugen zurecht. Wir beide verbrachten dann jeweils noch ausgiebig Zeit mit unseren Trauzeugen und wurden angezogen. Diesen Moment fand ich besonders schön, denn ich war überglücklich, dass meine beste Freundin, die ich nun schon so lange kenne, an diesem Tag mit wirklich allem für mich da war!!

Diana, wenn du das liest, fühl dich gedrückt! Mein Kleid habe ich übrigens recht schnell gefunden, obwohl ich ursprünglich kein langes Kleid für unsere Gartenhochzeit wollte. Doch als ich es zum ersten Mal an mir sah, wusste ich: DAS ist mein Kleid und kein anderes! So denke ich auch jetzt noch!

Unser Paarfotoshooting im wunderschönen Schlosspark

Um kurz vor 13 Uhr waren mein Mann und ich dann fertig zurechtgemacht und wir hatten UNSEREN Moment, bevor wir zum Paarfotoshooting fuhren. Liebe Ladies, ich kann euch diese Reihenfolge absolut empfehlen! Es war so schön, meinen Mann nicht erst in der Kirche bzw. bei unserer freien Trauung am Ende des langen Ganges zu sehen, sondern ihn schon vorher ganz allein in die Arme schließen zu können. Er wartete nämlich mit einem Glas Sekt in der Sonne auf unserem Balkon auf mich und dieser Moment war der absolute Wahnsinn! Wir sahen beide so toll aus, er im beigefarbenen Sommeranzug und ich im langen, romantischen Kleid!

Wir haben uns umarmt, geküsst, ein paar Tränchen geweint und konnten unsere Nervosität gemeinsam ganz privat bewältigen. Das hat es für unsere anschließende Fotosession im Schlosspark so viel entspannter gemacht. Unsere Fotografin Verena wird es bestätigen: Wir waren beim Shooting einfach total gut drauf, haben ständig gelacht und es war überhaupt nichts gestellt. Wir hatten einfach unseren Spaß, obwohl wir noch nie zuvor gemeinsame Fotos gemacht haben und nach einer guten Stunde hatten wir wunderschöne Paarfotos im Kasten.

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Warten auf den großen Moment

Anschließend folgte der Warte-Marathon auf mich. Ich schlich mich allein wieder ins Haus und wartete auf den Beginn unserer Trauung im Freien. Durch das Fenster konnte ich beobachten, wie nach und nach all unsere Gäste eintrudelten und es immer bunter und fröhlicher in unserem Garten zuging. Es wurde über unsere schönen Plätze wie das Strohsofa und die Gartenhaus-Bar gestaunt, das in weiß und lavendelfarben dekorierte Zelt bewundert und die selbst gemachte Limonade und Muffins (natürlich clean!) genossen.

Diese einsame Stunde war wirklich eine absolute Geduldsprobe für mich. Stellt euch vor, ihr heiratet und habt noch eine ganze Stunde allein zu warten, während draußen schon all eure Lieben ankommen. Meine Vorfreude stieg ins Unermessliche! Aber wisst ihr, wie froh ich war, dass unser Katerchen Emil da war?! Ich habe ihn bestimmt eine halbe Stunde lang ununterbrochen gestreichelt, denn er hatte es sich in meinem Zimmer gemütlich gemacht und schnurrte zu meiner Beruhigung ganz zufrieden. So war auch er an diesem Tag für mich da…

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Unsere wunderschöne, freie Trauung im Garten

Dann holte mich mein Papa aus meinem Zimmer ab. Wir waren beide nervös und gleichzeitig einfach glücklich, diesen Gang gemeinsam Seite an Seite gehen zu dürfen. Für uns beide ein Wunder, denn auch mein Papa ist nach seinem schweren Leitersturz und vielen Knochenbrüchen im Mai wieder wunderbar genesen. Auch wenn ich mir – wie jedes Mädchen – immer gewünscht habe, dass mein Vater mich irgendwann zum Altar führen wird – war es für mich etwas ganz Besonderes an diesem Tag! Ein bisschen wie im Film!

Mein Papa und ich gingen nach draußen, das Musikstück „All You Need Is Love“ von unserem Sänger und Pianisten Paul setzte ein und wir schritten über den Rasen. Ich lächelte, kleine Tränen liefen mir über die Wange….ich war so gerührt. Und ganz vorn – am Ende des Ganges – stand Christoph. Wir umarmten uns, erst dann registrierte ich, dass sie all unsere Lieben da und extra für uns gekommen waren. Auch den wunderschönen Garten nahm ich zum ersten Mal an diesem Tag ganz bewusst wahr. Es war perfekt geworden!

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Auch in unserer Traurede ging es um WUNDER ;-)

Unser Pastor Toby begrüßte uns und wir nahmen Platz. Toby hat uns der „Zufall“ in die Hände gespielt, denn wir wollten – obwohl wir beide eine gute Verbindung zu Gott haben – nicht in der Kirche getraut werden und so fanden wir mit Toby einen ehemaligen Pastor, der seine Leidenschaft zu Gott nun in freien Trauungen und modernen Messen verwirklichte! Absolut unser Ding! So war unsere Trauung auch etwas ganz Besonderes.

Wir saßen bei warmem Sonnenschein und mildem Wind auf unseren Stühlen und erlebten so eine herzliche und persönliche Trauung im Garten, wie wir es uns nicht schöner wünschen konnten. Sogar die Predigt ging um mein liebstes Thema „Wunder“, denn Toby und ich hatten im Vorfeld einige Mal über den Kurs in Wundern gesprochen. Der schönste Moment unserer Trauung war, als unser Pastor uns erzählte, was wir wechselseitig an dem anderen lieben, wofür wir ihn/sie bewundern und was ihn/sie besonders macht. Das war echt unglaublich und mit diesen Worten wurde mir noch einmal bestätigt, dass ich mich absolut für den richtigen Mann entschieden hatte! :-)

Dann folgten die eigentliche Trauung, unser Kuss und der Auszug als Brautpaar. Ganz anders als beim Einzug habe ich jeden Augenblick ganz intensiv wahrgenommen. Genauso habe ich es genossen, nach der Trauung jeden einzelnen Gast in die Arme zu schließen und zu drücken. Wann bekommen wir schon einmal so viele Umarmungen an einem Tag?! Im Anschluss ließen wir noch bunte Luftballons steigen und machten unsere Gruppenfotos.
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Auch unser Hochzeitsbuffet passte gut ins Clean-Eating-Konzept

Später gingen wir alle ins Zelt und Christoph und ich eröffneten mit unseren Worten das Buffet. Wir hatten uns passend zur Gartenhochzeit für ein mediterranes Grillbuffet mit verschiedenen Fleischsorten, Fisch, Scampis, Ofenkartoffeln, gegrilltem Gemüse, vielen Salaten, Olivenbrot, Knoblauchbutter und vielem mehr entschieden. Das Essen war super lecker und ich aß sogar 2 Teller, weil ich den gesamten Tag über durch die Aufregung kaum mehr als mein Frühstücks-Oatmeal und eine Banane gegessen hatte.

Beim Essen selbst kam mir irgendwann der Gedanke, dass es wirklich wie im Süden war. Die Abendsonne flutete das Zelt, überall auf den Tischen standen Lavendel und mediterrane Kräuter, der Roséwein leuchtete in den Gläsern und die sommerlichen Outfits der Gäste sowie die angenehme Loungemusik zum Essen taten ihr übriges. Generell erlebte ich ab meinem großen Auftritt alles als ganz entspannt und einfach voller Liebe. Doch ich weiß auch, wie viel unsere Trauzeugen und meine Eltern noch am Samstagmittag gemacht und getan haben, damit unsere Gartenhochzeit so perfekt für uns ist!

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Die Hochzeitsrede und unser Eröffnungstanz im Hochzeitszelt

Nach dem Essen kamen noch einige emotionale Momente für uns als Brautpaar, denn unsere Väter sowie unsere Trauzeugen hatten rührende, witzige und liebevolle Beiträge für uns vorbereitet. Dann starteten wir die Party mit unserem Eröffnungstanz, der für alle eine Überraschung war. Wir hatten wenig Lust auf den klassischen Wiener Walzer bei unserer Gartenhochzeit und so verwandelten wir ihn nach etwa 30 Sekunden in ein selbst geschnittenes und choreografiertes Hochzeitstanzmedley! Christoph und ich hatten einfach Spaß beim Tanzen und die Blicke der Gäste waren der Hammer! Von diesem Teil unseres Hochzeitstages haben wir leider noch keine Fotos, aber ich füge sie noch nachträglich ein.

Nach dem Eröffnungstanz nahm unsere Gartenhochzeit ihren Lauf. Es wurde viel gelacht, getanzt, gequatscht, gesungen, getrunken und irgendwann in Richtung des frühen Morgens standen Christoph und ich wieder zu zweit in unserem Garten. Die letzten Gäste waren verabschiedet und es war ganz still um uns. Wir machten alle Lichter aus und schauten noch einmal gemeinsam in den Himmel. Unser Hochzeitstag war vorbei und er hätte nicht schöner sein können…

Jetzt wird endlich geflittert…

Nun geht es für uns bald in die Flitterwochen….New York, San Francisco, Maui und Las Vegas warten auf uns und auch vor Ort haben wir schon einige schöne Dinge geplant! Wir wollen aber mindestens genauso ausgiebig, einfach nur in den Tag leben und spontane Unternehmungen machen. Und weil es so häufig gefragt wurde: Nein, es ist noch kein EAT TRAIN LOVE Nachwuchs unterwegs. Christoph und ich genießen noch ein wenig unsere Zeit zu zweit und wer weiß, wie es dann weitergeht…aber das ist eine andere Geschichte. :-)

Fotos: Verena Meier

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