Man kann den Wert von Yoga nicht beschreiben, man muss ihn erfahren.

– B.K.S. Iyengar

Gestern Abend bin ich glücklich und erschöpft von meinem zweiten Modul der Vinyasa Power Yoga Ausbildung zurückgekommen. Glücklich und erschöpft trifft es sehr, sehr gut, denn genau das war ich.

Vinyasa Power Yoga

Am Samstag haben wir uns um 10 Uhr im Vital Spa in Göttingen getroffen. Ich war super gespannt, wie dieses Mal die Gruppe und auch unsere Trainerin sein würde. Die Location hat mir sofort gefallen. Wir hatten einen eigenen Yogaraum für unsere Ausbildungsstunden….mit wunderschönen Buddhastatuen, Kerzen und indirekter Beleuchtung….ein Traum! Kurz vor zehn trudelten auch die anderen Teilnehmer ein. Wir waren dieses Mal mit sechs Personen eine recht kleine Gruppe, aber das war für die praktischen Übungen absolut von Vorteil. Umso mehr konnten wir üben! Die Teilnehmergruppe war insgesamt sehr gemischt: vom Sportlehrer, über eine Physiotherapeutin, eine Yogalehrerin einer anderen Yoga-Richtung bis hin zu völlig „Fachfremden“ wie mir, die ihren eigenen Horizont erweitern und sich ein zweites berufliches Standbein schaffen wollen. Wir haben uns in der Gruppe von Anfang an sehr gut verstanden und hatten viel zu lachen!

Ebenso sympathisch war unsere Trainerin Anna. Ein absoluter Yoga-Profi! Natürlich haben wir am Wochenende die vorgeschriebenen Lektionen bei ihr gelernt, aber darüber hinaus auch noch viele Tipps für unsere eigene Yoga- und Unterrichtspraxis von ihr an die Hand bekommen: Asanas für Fortgeschrittene, die beste Yogamatte, gute Musik für den Unterricht…. Anna hatte einfach auf alles eine Antwort parat! :-)

Am ersten Tag haben wir neben einer Yoga Class erst einmal viel Theorie gelernt. Wie baue ich eine Vinyasa Power Yoga Stunde auf? Was ist der Unterschied zwischen Level 1 und Level 2? Wie setzt sich ein Yoga Flow zusammen? Und wie wird der Sonnengruß in allen Einzelheiten richtig ausgeführt? Die Zeit ging so schnell um, dass ruckzuck der Nachmittag mit unserer ersten Unterrichtspraxis gekommen war. Wow, war ich aufgeregt! Zum ersten Mal die Teilnehmer selbstständig anleiten….hhmmmm… Doch auch an diesen Punkt wurden wir von Anna super begleitet. Eine der entscheidendsten Dinge, die wir lernten, war das Sprechen beim Unterrichten. Wahrscheinlich hat noch nie jemand von uns vorher so gesprochen, wie es beim Yoga erforderlich ist. Yoga dient der Entspannung von Körper, Geist und Seele…dies soll natürlich auch die Stimme verkörpern. Gleichzeitig machen wir als Yogalehrer aber natürlich auch die Asanas mit, die im Power Yoga schon sehr dynamisch und anstrengend sind….Das Trainieren und Beherrschen der eigenen Stimme ist also sehr, sehr wichtig im Yoga!

Die erste Unterrichtspraxis bestand darin, dass wir unsere kleine Gruppe im Sonnengruß anleiten. Einmal mit allen wichtigen Anweisungen und einmal im Flow (im Atemtempo). Genau dies ist ein Bestanteil der praktischen Prüfung! Doch so aufgeregt ich beim Üben war, umso besser hat es beim Probedurchlauf geklappt. Anna war richtig überrascht, wie ruhig und sicher ich meine Teilnehmer gleich beim ersten Durchgang angeleitet habe. Dabei habe ich einfach nur an meine eigenen Yogastunden gedacht und mich an die Worte und Stimmlage meiner Yogalehrerin erinnert….das hat wunderbar geklappt! Und mich hat das tolle Feedback unserer Trainerin hinterher natürlich riesig gefreut.

Der zweite Tag war deutlich anstrengender. Wir sind mit einer Vinyasa Power Yoga Class Level 2 gestartet. Die Yogastunde war sehr dynamisch und hinterher war garantiert niemandem mehr kalt. Anschließend haben wieder ein bisschen Theorie gemacht und sind zu unseren Flows gekommen. Denn: Ein weiterer Teil der praktischen Prüfung am nächsten Ausbildungswochenende wird ein selbst ausgedachter Vinyasa Flow sein. Ein Flow ist eine Asanaabfolge, die im Atemtempo durchgeführt wird und verschiedene Asanas miteinander kombiniert. Der Flow, den ich mir überlegt habe, besteht zum Teil aus dem Sonnengruß, schließt dann in der Mitte den Krieger 1, den Krieger 2 sowie den seitlich gestreckten Winkel mit ein und endet mit dem Sonnengruß. Der Nachmittag unseres Sonntags bestand darin, diesen eigenen Flow zu üben und am Ende in der Gruppe zu unterrichten. Bei diesem zweiten Durchgang habe ich mich zwar nicht ganz so wohl gefühlt wie beim Sonnengruß, aber auch dieser Mini-Unterricht hat gut geklappt. Eine Teilnehmerin meinte hierher sogar zu mir, dass ich die perfekte Stimme für eine Yoga DVD habe…. Also wenn’s dann mit der Yoga Praxis nicht klappen sollte, dann bewerbe ich mich mal als Synchronsprecher, was?! ;-)

An diesem zweiten Tag haben wir von 6 Stunden Unterricht mit Sicherheit 3,5 Stunden Yoga gemacht…Uff! Bei den letzten Kriegern haben meine Beinmuskeln gezittert wie Espenlaub! :-) Zum Abschluss unseres Wochenendes haben wir ausführlich über die Prüfungsinhalte gesprochen, denn eine 60-minütige Klausur sowie eine ca. 25-minütige Unterrichtsprobe steht uns beim nächsten Mal bevor. Aber Anna hat uns viele unserer Bedenken schon an diesem Wochenende genommen und uns sehr gut vorbereitet. Für die Zwischenzeit hat sie uns empfohlen, mit Mama, Papa, Oma, Opa, Freunden und Co. zu üben. Und genau das werde ich jetzt auch tun….ich teache sie ALLE! :-) Vielleicht mache ich auch mal wieder ein Video, um mich selbst dabei sehen und ggf. korrigieren zu können. Ich glaube, das hilft auch sehr.

Mein Gefühl nach dem Wochenende ist auf jeden Fall großartig! Ich bin noch mehr in Yoga verliebt, als ich es vorher schon war und ich freue mich schon riesig auf meine nächsten Yogastunden und das weitere Wochenende Anfang Dezember! I love Yoga! :-)

Wenn ihr selbst mit der Vinyasa Power Yoga Ausbildung liebäugelt und Fragen habt, dann beantworte ich die euch sehr gern! Schreibt mir einfach einen Kommentar oder eine Email.

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