In ihrem ersten Artikel, den meine Gastautorin Jessi für EAT TRAIN LOVE geschrieben hat, ist sie der Frage nachgegangen: „Wie finde ich den Sport, der zu mir passt?“ Darin hat sie von ihrem wahnsinnig beeindruckenden Weg zu ihrer fitten und gesunden Version von sich selbst erzählt. Sport ist mittlerweile für Jessi so natürlich und in ihren Alltag integriert wie das Zähneputzen. Ihr ist aber auch bewusst, dass nach der Anfangseuphorie und den großen Sportplänen häufig der innere Schweinehund zuschlägt und uns direkt ins nächste Motivationsloch katapultieren will. Deswegen beantwortet dir Jessi heute aus ihrer Sicht die Fragen, die sie seit ihrer sportlichen Transformation am häufigsten gestellt bekommt:

  • Wie bleibe ich an meinem Sportplan dran?

  • Was kann ich tun, um motiviert zu bleiben?

  • Wie richte ich mich dauerhaft auf meine sportlichen Ziele aus?

Jessi gibt dir wertvolle Motivationstipps, die dir helfen, dein Training zu strukturieren und zur Routine werden zu lassen, so dass es irgendwann auf natürliche Weise zu deinem Alltag gehört – wie das Zähneputzen oder das Frühstücken.

Mach dir einen guten Plan!

Erstelle dir einen Trainingsplan, oder lasse dir einen erstellen, falls du einen Trainer hast, der dich betreut. Es ist immer einfacher, etwas nach Plan durchzuziehen, als einfach nur „irgendetwas“ zu machen. So weißt du jeden Tag genau was ansteht, kannst dich darauf einstellen und kommst während des Trainings auch nicht auf die Idee, vor dich „hinzudümpeln“ oder gar früher Schluss zu machen.

Außerdem wirst du schneller Fortschritte erzielen, wenn du „mit Plan“ trainierst, und die daraus resultierenden Erfolge werden dich wieder weiter motivieren.

Sei vorbereitet!

Packe deine Sporttasche schon abends und nimm sie mit zur Arbeit, um dann direkt vor oder nach der Arbeit zu trainieren. So kommst du gar nicht erst in Versuchung auf dem Sofa sitzen zu bleiben.

Achte darauf, deine Sportklamotten nach dem Training immer gleich zu waschen, damit sie beim nächsten Mal wieder einsatzbereit sind (außer du gehörst zu den Glücklichen, die den Schrank so voller Trainingsklamotten haben, das eher die „Qual der Wahl“ zum Problem wird).

Finde dein „persönliches Hoch“!

Gehörst du zu den Frühaufstehern oder Nachtmenschen? Jeder hat bestimmte Zeiten am Tag, wo mehr Energie zur Verfügung steht. Finde heraus, wann du dein persönliches Hoch hast, und wenn irgendwie möglich plane genau zu diesen Zeiten dein Training ein.

Mein persönliches Hoch liegt zwischen 11 und 13 Uhr. Das ist nicht sehr praktisch, denn da arbeite ich noch. Aber ich kann zum Beispiel am Wochenende  genau zu diesen Zeiten trainieren und unter der Woche einen Kompromiss finden, mit dem ich gut leben kann. So habe ich mein Training direkt nach dem Feierabend eingeplant und bin spätestens um 19 Uhr damit fertig. So habe ich im Anschluss noch genug Ruhe und kann von meinem sehr pushenden Training abschalten. Das hält mich motiviert!

Setze dich mit deinem „inneren Schweinehund“ auseinander!

Es gibt dieses Bild vom „inneren Schweinehund“ und oft werden Witze darüber gemacht, weil wir gegen ihn nichts machen können. Nimm es aber nicht einfach hin, dass es ihn gibt. Wir müssen uns nicht wehrlos ergeben und sind nicht machtlos ihm gegenüber, so nach dem Motto „Da kann man halt nichts machen“! Verwende dieses Bild für dich zum Positiven, indem du dich mit deinem persönlichen Schweinehund auseinandersetzt.

Stell ihn dir wirklich bildlich vor und überlege dir: Wie sieht dein Exemplar aus? Ich habe tatsächlich schon einige hitzige Diskussionen mit ihm geführt! Und glaub mir: Wein du das regelmäßig tust, wird er mit der Zeit immer „kleinlauter“ und meldet sich gar nicht mehr so oft.

„Disziplin ist die Wahl zwischen dem, was du jetzt willst, und dem, was du am meisten willst.“

Gib nicht immer dem ersten Impuls gleich nach, wenn du meinst, dein Training sollte ausfallen, sondern hinterfrage genau. Im ersten Moment lockt vielleicht sehr die Couch, aber ruf dir in Erinnerung, wohin du möchtest und frage dich, ob es in dem Moment wert ist, das Training ausfallen zu lassen. Die Couch läuft nicht weg, sie ist hinterher auch noch da, aber NACH dem Training ist es viel schöner zu chillen.

Behalte dein Ziel im Auge!

Wenn du etwas erreichen möchtest, ist es wichtig, dass du ein Ziel hast! Setze dir dabei ein präzises und realistisches Ziel. Ich weiß, das ist schon eine große Kunst, denn wir neigen dazu, ungenaue oder unrealistische Ziele zu wählen. So ist zum Beispiel „Ich will fit werden“ zu unspezifisch und „Ich will 10kg in 1 Monat abnehmen“ total unrealistisch. Stattdessen solltest du dir genug Zeit für deine realistische und motivierende Zielsetzung nehmen, weil es dir sehr auf diesem Weg helfen wird.

Setze Prioritäten, um dein Ziel motiviert zu erreichen, und verliere es nicht aus den Augen. Mach dir jeden Morgen bewusst, was du erreichen möchtest, und überlege dir, welche Schritte an dem Tag dir helfen werden, deinem Ziel wieder näher zu kommen. Das hilft dir, am Ball zu bleiben.

Was Prioritäten setzen angeht, möchte ich hier noch ganz speziell ein paar Worte an die EAT TRAIN LOVE lesenden Mamas richten:

Deine Kinder, werden sich später nicht mit Freude und Stolz daran erinnern, ob die Wohnung immer blitzeblank war, und jedes Teil top gebügelt oder ob es daheim immer so perfekt aussah, wie in einem Einrichtungsmagazin! Aber, sie werden sich daran erinnern, ob du gesund und fit was mit ihnen unternehmen konntest, ob du glücklich und zufrieden, eine ausgeglichene Mama warst, die Spaß hatte.
Meine beiden Kinder bestätigen mir das immer wieder und finden ihre Mama ziemlich cool. Auch wenn der Haushalt nicht perfekt läuft und das Training manchmal Vorrang hat…

Dran bleiben: So bleibst du langfristig sportlich motiviert!

Nimm Herausforderungen an!

Mir helfen, neben den Zielen, die ich mir selbst stecke, auch immer wieder Challenges oder Herausforderungen von außen. Ich bin einfach ein Typ dafür! Überprüfe einmal, ob es bei dir genauso ist und dich ein bisschen „Wettbewerb“ mehr anspornt.

Dann solltest du unbedingt nach spannenden Challenges, Events etc. suchen. Man findet sie im Internet in diversen Gruppen bei Facebook oder auf Instagram. Oft bieten auch Fitnessstudios so etwas an. Oder du nimmst einmal an motivierenden Sportevents teil, auf die du gezielt hinarbeitest, und bei denen du deinen Trainingsstand überprüfen kannst. Auch im Freundeskreis kann man sich gegenseitig herausfordern. Das macht Spaß und hält dein Training spannend!

Hol dir Unterstützung mit einem Trainingspartner!

Vielleicht hilft es dir, einen Trainingspartner oder eine Trainingspartnerin zu haben. Man kann gemeinsam zum Sport gehen und sich gegenseitig motivieren und aufmuntern, dranzubleiben. Auch wenn mal der innere Schweinehund besonders laut ruft, kann dein Trainingspartner oder deine Trainingspartnerin dich wieder aus dem Motivationsloch herausziehen. Verabredungen zum Training haben den schönen Effekt, dass sie verpflichtend wirken.

Wichtig ist nur, dass du dabei auf dein Training fokussiert bleibt und es nicht zum „Kaffeeklatsch“ ausarten lässt. Quatschen könnt ihr genauso gut hinterher. ;-)

Lass dich anstecken!

Wenn du den Werdegang und sportliche Erfolge anderer Menschen in den Social Media verfolgst, dann lass dich davon nicht entmutigen oder runterziehen, sondern lass dich davon anstecken. Sieh diese Menschen als Mentoren für dich an. Freu dich mit ihnen und wandele ihre positive Energie gewinnbringend für dich um. Glaub daran, dass du das auch schaffen kannst! Bleibt motiviert!

Außerdem solltest du an deinem Mindset arbeiten. Streiche Sätze wie „Ich kann das nicht!“ aus deinem Gedankengut. Du kannst das höchstens NOCH nicht…

Jeder Tag ist eine neue Chance!

Falls dann doch mal der „Schweinehund“ gesiegt hat, versinke nicht im Selbstmitleid und stelle gleich alles in Frage. Das ist kein Grund aufzugeben oder zu denken: „Jetzt ist alles egal“. Die Kunst besteht darin, deinen eingeschlagenen Weg weiterzugehen.

„Schau niemals zurück, außer du möchtest in die Richtung gehen!“  – Henry David Thoreau

Jeder Tag ist eine neue Chance, es wieder besser zu machen. Also mache bei Rückschlägen und schlechten Tagen einen Haken an das, was war, richte dich neu auf dein Ziel aus und weiter geht’s!

Feiere deine Erfolge!

Es wird immer ein „noch besser, noch schneller, noch weiter“ geben, aber jede kleine Entwicklung die du machst, und die dich deinem Ziel näher bringt, ist es wert, das du dich darüber freust! Jeder kleine Fortschritt ist es wert gefeiert zu werden. Ich mag diese schöne Sichtweise und mich motiviert es sehr dran zu bleiben, wenn es jeden Tag für irgendetwas eine kleine „Party“ zu feiern gibt. Ich habe es mir verdient.

Du siehst, um nicht wieder in alte Muster zurück zu fallen, ist es ganz wichtig das neue Verhalten zur Gewohnheit werden zu lassen. Hab Geduld mit dir selbst und gib dir die Zeit, neu Gelerntes umzusetzen und im Alltag zu integrieren. Gehe mit Plan vor, setze dir Ziele und hab diese immer im Blick! Jedes vermeintliche „Misslingen“ sieh nicht als Grund aufzugeben, sondern nimm es als Ansporn, es am nächsten Tag besser zu machen. Jeder kleine Schritt ist es wert gegangen zu werden, und das du dich daran freust und stolz auf dich bist! Vergleiche dich nicht mit anderen – jeder hat sein eigenes Tempo – aber lass dich gern von anderen motivieren und mitreißen…Du schaffst das! Bleib dran!

Für großartige Motivation in der Gruppe schau dazu liebend gern in die EAT TRAIN LOVE Facebook-Gruppe, in der ein wunderbarer sportlicher Geist herrscht. Ein Miteinander! Außerdem freue ich mich, wenn du dich von meinen Posts auf meinem Instagram-Kanal „Jessi gets fit“ inspirieren lässt. Dort gibt es noch mehr Trainingsmotivation und aufmunternde Worte für dich!

Liebe Grüße, Deine Jessi

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